Schlüssel zur Bestimmung des Bodentyps von Mineralböden




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Schlüssel zur Bestimmung des Bodentyps von Mineralböden
Der Bestimmungsschlüsselist in der angegebenen Reihenfolge zu verwenden; die eingeklammerten Zahlen am Ende einer Zeile bezeichnen den als nächstes zu bearbeitenden Hinweis. Eine Bestimmung endet mit der Festlegung eines Bodentyps, die im Text fettgedruckt dargestellt sind. Der Text beschreibt charakteristische Profilmerkmale. Als erstes Unterscheidungskriterium ist das Ausgangsgestein gewählt, es folgen Angaben zu Farbe, Bestandteilen, Mächtigkeiten usw., die zum Teil bereits die Horizont- bzw. Bodentypenbezeichnungen entsprechen.
Schlüssel zur Bestimmung des Bodentyps von Mineralböden
(Zahlen in Klammern = weiter bei ...)
1.  Böden aus jungen Flußsedimenten (Auelehme, Auesande, Schotter) (Aueböden) (23)

 Böden aus anderen Gesteinen (2)


2.  starker Farbwechsel zwischen rostrot/rostbraun und hellgrau bis blaugrau in verti-

kaler und/oder horizontaler Richtung: Böden, die unter Stauwasser- oder Grund-

wassereinfluß gebildet wurden (Gleye, Pseudogleye, Auenböden) (20)

 ohne starken Farbwechsel zwischen rostrot und grau (3)


3.  Ausgangsgestein mit hohem Tongehalt (Tonstein oder Schluffstein) (Pelosol-Ranker, Pelosol) (22)

 Ausgangsgestein mit mittlerem bis geringem Tongehalt (4)


4.  Ausgangsgestein carbonat-(kalk-)frei (6)

 Ausgangsgestein carbonat-(kalk-)haltig (5)


5.  Ausgangsgestein Mergel oder Kalkstein (19)

 Ausgangsgestein überwiegend silikatisch, jedoch deutlich carbonathaltig (z.B. Löß) (17)


6.  zwischen dunkelhumosem Ah-Horizont und dem Ausgangsgestein (C-Horizont) liegt

ein brauner oder hellgrauer Horizont, u.U. auch ein braunschwarzer B-Horizont, der

durch einen hellgrauen Ae-Horizont vom humosen Ah-Horizont getrennt wird (8)

 mit humosem A-Horizont, der unmittelbar an das Ausgangsgestein grenzt; Ranker (7)


7.  mit deutlicher (3 bis > 10 cm mächtiger) organischer Auflage auf dem Mineralboden

und geringmächtigen bis kaum erkennbarem Ah-Horizont (2 bis 10 cm);



Basenarmer Ranker (Ranker mit Rohhumusauflage)

 mit geringer bis fehlender organischer Auflage und > 10 cm mächtigem Humus-

horizont, der gut gekrümelt ist, keine Andeutung eines Bv-Horizontes; Basenreicher Ranker
8.  unter dem dünnen Ah-Horizont (mit deutlicher organischer Auflage) ist ein hellgrauer

(gebleichter) Ae-Horizont wenigstens angedeutet (u.U. nicht als durchgehender Horizont,

sondern nur als gebleichte Flecken im unteren Teil des Ah-Horizontes ausgebildet, dann

Ahe- oder Aeh-Horizont) (9)

 kein hellgrauer Ae-, Ahe- oder Aeh-Horizont ausgebildet (13)
9.  unter dem hellgrauen Ae-, Ahe- oder Aeh-Horizont ist ein B-Horizont (rostbrauner bis

brauner Bs-Horizont, ein braunschwarzer Bh-Horizont und/oder ein brauner Bv-Horizont)

nicht erkennbar; Podsol-Ranker

 B-Horizont ausgebildet (10)


10.  der B-Horizont ist wenigstens im unteren Teil noch als Verwitterungs-(Bv-)horizont

(ohne Eiseneinwaschung) ausgebildet (11)



  • kein Bv-Horizont mehr erkennbar, nur rostbrauner Bs-Horizont, braunschwarzer Bh-

Horizont oder ein durch Eisen und Humus gefärbter Bsh- oder Bhs-Horizont ausgebildet (12)
11.  der B-Horizont ist nur als Bv-Horizont ausgebildet, eine Einwaschung von Huminstoffen

und/oder Eisen ist im B-Horizont makroskopisch noch nicht zu erkennen oder nur angedeutet;



Podsol-Braunerde (Braunerde mit beginnender Podsolierung)

 Bhs- oder Bh- und/oder Bs-Horizont deutlich ausgebildet, darunter wenigstens ein Rest

des Bv-Horizontes zu erkennen; Braunerde-Podsol

12.  nur ein brauner bist rostbrauner Bs-Horizont oder ein braunschwarzer Bh-Horizont ausgebildet (13)

 B-Horizont sowohl durch Humus schwarz als auch durch Eisen braun bis rostbraun gefärbt

(Bhs-Horizont); Eisenhumuspodsol


13.  unter dem Ae-Horizont folgt nur rein braunschwarzer Bh-Horizont; Humuspodsol

 unter dem Ae-Horizont folgt nur ein brauner bis rostbraun gefärbter Bs-Horizont; Eisenpodsol

14.  zwischen dem Ah-Horizont und dem Ausgangsgestein ist nur ein dünner ( ca. 2 bis 10 cm)

brauner Saum ausgebildet; Braunerde-Ranker

 zwischen dem Ah-Horizont und dem Ausgangsgestein liegt ein deutlicher, durch oxidiertes

Eisen braun gefärbter u.U. auch mit Ton angereicherter B-Horizont (BV- und/oder Bt-Horizont) (15)


15.  zwischen dem Ah-Horizont und dem B-Horizont liegt ein durch Tonauswaschung aufgehellter

und lockerer, graubrauner Al-Horizont; der Bt-Horizont weist deutliche Anzeichen einer Tonein-

schlämmung auf (Tonhäutchen auf den Grenzflächen der Bodenaggregate); meist auf Löß (der durch

die Bodenbildung vollständig entkalkt sein kann) oder auf Geschiebelehm; Parabraunerde

 zwischen dem Ah-Horizont und dem Ausgangsgestein liegt nur ein deutlicher, durch fein

verteiltes Eisen braungefärbter Bv-Horizont; keine Anzeichen einer Tonverlagerung (Braunerde) (16)


16.  Braunerde mit mullartiger Moder oder Moder als Humusform, meist relativ mächtiger Ah-

Horizont, gutes Krümelgefüge; Basenreiche Braunerde

 Braunerde mit Rohhumus, meist dünner Ah-Horizont (wenige cm); Basenarme Braunerde

(Saure Braunerde)


17.  Profil besteht nur aus einem kalkhaltigen, graubraunen Ah-Horizont und dem kalkhaltigen

Ausgangsgestein. Mull oder mullartige Moder als Humusform, meist auf Löß; Pararendzina

 darunter B-Horizont (meist entkalkt) entwickelt (18)
18.  B-Horizont durch fein verteiltes Eisen braun gefärbt, keine Tonhäutchen auf den Grenzflächen

der Bodenaggregate; Braunerde (i.d.R. Basenreiche Braunerde)

 zwischen Ah- und B-Horizont liegt ein durch Tonauswaschung lockerer und aufgehellter,

graubrauner Al-Horizont; der Bt-Horizont weist deutliche Anzeichen einer Toneinschlämmung

auf (Tonhäutchen auf den Grenzflächen oder Bodenaggregate), meist auf Löß; Parabraunerde
19.  Ah-Horizont gernzt unmittelbar an das Ausgangsgestein; Rendzina

 Ah-Horizont durch braunen, lehmigen Bv-Horizont vom Ausgangsgestein getrennt;



Kalksteinbraunlehm (Terra Fusca)
20.  Böden mit starker Fleckung oder Marmorierung, z.T. greifen hellgraue (gebleichte) Streifen

wurzelartig in den dichten Unterboden; Sw-Horizont relativ durchlässig, häufig grau, kann

aber auch von Rostflecken durchsetzt sein; Sd-Horizont relativ undurchlässig, rotbraune

Grundfarbe mit grauen Flecken und Streifen, Fleckung und Marmorierung durch Staunässe

bedingt; Pseudogley

 Böden mit einem durch Grundwassereinfluß rostrot gefärbten oder wenigstens rostgefleckten

Oxidationshorizont (Go) und/oder einem durch Grundwassereinfluß blaugrau oder grüngrau

gefärbten Reduktionshorizont (Gr) (21)


21.  Reduktionshorizont grenzt unmittelbar an den A-Horizont; Grundwasser nahe der Oberfläche;

Naßgley

 unter dem A-Horizont folgt zunächst ein rostbrauner Go-Horizont und dann erst der graue Gr-

Horizont; Typischer Gley
22.  Ah-Horizont grenzt an das Ausgangsgestein; Pelosol-Ranker

 zwischen dem Ah-Horizont und dem Ausgangsgestein ist ein bräunlicher Horizont entwickelt,

in dem das Gefüge des Ausgangsgesteins durch Quellung und Schrumpfung zerstört und durch

ein polyedrisches Gefüge ersetzt wurde; Pelosol


23.  Böden, die keine polygenetische Horizontdifferenzierung erkennen lassen; der Ah-Horizont hat

sich aus einem u.U. leicht schichtigen, graubraunen Material entwickelt, das von erodierten Böden

stammt (M); Brauner Aueboden (Vega)

 Böden mit einer deutlichen pedogenetischen Horizontdifferenzierung, die aus einem nicht ver-



witterten Material entstanden ist; daher C-Profil (und nicht M-)
24.  Ah-Horizont folgt unmittelbar über dem Ausgangsmaterial:

  • aus carbonatfreien jungen Flußsedimenten gebildet; Auenranker (Paternia)

  • aus carbonathaltigen jungen Flußsedimenten gebildet; Auen(para)rendzina (Kalkpaternia)

  • mit sehr mächtigem Humushorizont (> 0,4m); Auenschwarzerde

 Bv-Horizont zwischen Ah-Horizont und Ausgangsmaterial; Auenbraun


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