Jaguar (Panthera onca) – Für Lehrkräfte



Дата25.04.2016
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JAGUAR (Panthera onca) – Für Lehrkräfte
1. Daten und Zahlen:

Kopf-Rumpf-Länge: 100 - 180 cm, Schwanzlänge: 40 -70 cm, Schulterhöhe: 55 -76 cm,

Gewicht: 30 – 150 kg, Tragzeit: 93 – 105 Tage, Anzahl der Jungen: 1 – 4, Geburtsgewicht: 700 – 900 g, Entwöhnung: wahrscheinlich mit 5 bis 6 Monaten, Geschlechtsreife: mit 2 – 4 Jahren, Lebenserwartung: in Menschenobhut bis 22 Jahre
Der Jaguar ist das größte Landraubtier in Mittel- und Südamerika, gleichzeitig aber auch eine der am wenigsten erforschten Großkatzen der Welt.
2. Allgemeines

Der erste Bericht über einen Jaguar stammte von Amerigo Vespucci, der im Jahre 1500 die "Panther" unter den Tierarten von Venezuela aufzählte. Auf einer Karte von Südamerika war nicht nur ein mähniger Löwe, sondern auch ein gestreifter asiatischer Tiger abgebildet. Auch heute noch wird der Jaguar im spanisch sprechenden Teil Südamerikas "el tigre" genannt. Das Wort "Jaguar" war von den Tupi-Guarani-Sprachen entliehen, die in weiten Teilen Südamerikas gesprochen wurden. Das ursprüngliche Wort lautete "yaguara" und soll sinngemäß bedeutet haben: "wilde Bestie, die ihre Beute im Sprung überwältigt". Die Brasilianer nennen den Jaguar "onca".


Der Jaguar hat einen kompakten Körper mit einem großen, breiten Kopf und kräftigen Tatzen. Die Fellfarbe ist gelblich-braun, die an Wangen, Kehle, unterem Hals, Bauch und den Innenseiten der Beine zu weiß ausgebleicht ist. Er hat schwarze Flecken auf Kopf und Hals und an den Beinen sowie große schwarze Flecken auf dem Unterkörper. Die Schultern, das Hinterteil und die Flanken zeigen Flecken, die große Rosetten bilden und die einen oder mehrere Punkte umschließen. Der untere Teil des Schwanzes ist schwarz geringelt. Melanistische Individuen (dunkelbraun oder schwarz) sind nicht ungewöhnlich. Auch sieht es so aus, als würden die melanistischen (schwarz gefärbten) Jaguare am häufigsten im dichten, feuchten Regenwald vorkommen.

3. Lebensraum

Jaguare leben im Regenwald und in Savannen, bevorzugt aber offenbar in der Nähe von Flüssen oder Sumpfgebieten. Jaguare können lange nicht so gut klettern wie Pumas, sind aber sicher mehr in den Ästen zuhause wie etwa ein Tiger oder gar ein Löwe. Die Jagd spielt sich allerdings beim Jaguar meist am Boden ab. Jaguare können auch tagsüber bei der Jagd angetroffen werden, sie sind aber häufiger in der Morgen- und Abenddämmerung oder nachts aktiv.

In der Wahl seines Lebensraumes ähnelt der Jaguar dem Tiger, indem er Gebiete mit dichtem Unterwuchs, viel Wasser und ausreichend Beute bevorzugt.

Jaguare gelten in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet als bedroht.

Die Größe des Aktionsraumes ("home range") kann sehr stark variieren.
4. Beutetiere

Zur bevorzugten Beute der Jaguare gehören Pekaris (Nabelschweine) und Capybaras (große Nager). Daneben werden Gürteltiere und Schildkröten gejagt. Dabei töten die Jaguare nicht nur die Schildkröten, sondern graben auch deren Eier aus dem Sand. Auch Boas und Anakondas wurden schon als Beutetiere des Jaguars beobachtet, ebenso wie Kaimane. Weiterhin ernähren sich Jaguare von einer Vielzahl kleinerer Wirbeltiere. Bei der Vorliebe der Jaguare für Wasser ist es nicht überraschend, dass auch Fische zum Beutespektrum gehören.



5. Verhalten

Sozialverhalten:

Über das Sozialverhalten des Jaguars ist nur wenig bekannt. Meist werden die Jaguare als solitär lebende Tiere beschrieben, allerdings kann ein östrisches (paarungsbereites) Weib­chen von mehreren Männchen begleitet werden. Die meisten Jaguare haben wahrscheinlich keine festen Paarungszeiten. Weibchen in Hitze bewegen sich rufend und weit außerhalb ihres normalen Jagdgebietes. Kämpfe um die Weibchen sind offenbar selten, kommen aber vor.

Üblicherweise bleiben die Paare nur während der Fortpflanzungszeit zusammen. Anderer­seits deuten einige Beobachtungen von Jägern darauf hin, dass auch Zusammenkünfte oder ein Zusammenhalt zwischen Jaguaren möglich ist, der nicht sexuell motiviert ist.

Der Nachwuchs verlässt mit etwa 1 1/2 Jahren die Mutter. Geschwister bleiben dann noch einige Zeit zusammen, während sie ihr eigenes Revier suchen. Oft siedeln sie sich dann ne­beneinander an.
Lautäußerungen:

Die Lautäußerungen der Jaguare stellen offenbar wichtige Signale über größere Entfernungen für die Tiere dar. Diese Laute klingen niemals wie das Brüllen eines Löwen, sondern werden meist als eine Folge von 5 bis 12 oder mehr kurzen, heiseren Hustenlauten beschrieben. Beginnend mit kurzen "ah"-Lauten nehmen diese an Geschwindigkeit und Volumen zu, wobei dann die letzten "ahs" eine eindrucksvolle Lautstärke erreichen. Die Geschlechter sollen sich dabei anhand ihrer Lautäußerungen unterscheiden lassen.

Jaguare besitzen offensichtlich drei unterschiedliche Lauttypen: Miauen, Grunzen und Schnurren.

Die Abgrenzung des eigenen Aktionsraumes erfolgt durch Grunzen, Urin markieren und durch Kratzen an Bäumen. Anscheinend bevorzugen die Jaguare spezielle Bäume, um ihre Krallen zu schärfen (d.h. zu markieren). Meist handelt es sich dabei um Harthölzer.


Jagdverhalten

Jaguare jagen bevorzugt aus dem Hinterhalt. Sie springen z.B. von einem Ast aus auf den Rücken eines Beutetieres und greifen mit einer Pfote so zum Kopf, dass sich das Beutetier meist schon beim Fallen den Hals bricht. Die Beute wird vom Jaguar in der Regel an einen versteckten Platz, oft in ein Dickicht in der Nähe eines Flusses geschleppt.


6. Fortpflanzung

Es gibt bisher nur wenige Berichte über die Fortpflanzungsbiologie der Jaguare, obwohl diese Art in Menschenobhut mancherorts ziemlich erfolgreich züchtet. Die Schwierigkeit liegt z.T. darin, dass keine verträglichen Paare zusammengestellt werden können.

Ähnlich wie Tiger und Leopard gilt der Jaguar als asaisonal polyöstrisch; Paarungen und Geburten können also während des ganzen Jahres stattfinden.

In den Zoos werden meist 1 bis 4 Jungtiere pro Wurf geboren, meistens Zwillinge. Die Weibchen werden mit 2 bis 2 1/2 Jahren geschlechtsreif, obwohl sie bei ihrem ersten Wurf meist älter sind. Die Männchen werden mit 3 bis 4 Jahren geschlechtsreif.

Bei der Geburt wiegen die Jungen zwischen 850 und 865 g. Ihr wolliges Fell hat eine fahlgelbe Färbung und ist mit vielen schwarzen Punkten versehen. Weiterhin besitzen die Jungtiere zwei schmale schwarze Gesichtsstreifen. Die Augen öffnen sich meist erst nach 3 bis 13 Tagen nach der Geburt, obwohl einige Jungtiere auch schon bei der Geburt die Augen geöffnet haben sollen.

Im Freiland versteckt das Weibchen die Jungen an geschützter Stelle, unter einer überhängenden Böschung am Flussufer, in einem Dickicht, unter umgefallenen Baumstämmen, unter Felsen oder in Höhlen.

Die Jungtiere werden mit etwa 22 Wochen von der Mutter entwöhnt. Im Freiland werden die Jungen wahrscheinlich 5 bis 6 Monate (also etwa 20 bis 24 Wochen) gesäugt.

Die Jungen bleiben meist 1 1/2 bis 2 Jahre bei der Mutter.



Jaguar (Zoologischer Name: Panthera onca) Für Schülerinnen und Schüler
Dass der Jaguar ein Raubtier ist, weißt du sicherlich. Innerhalb der Raubtiere gehört der Jaguar zu den Großkatzen, zu denen auch der Tiger und der Löwe gehören. Raubtiere haben viele Dinge gemeinsam. So ernähren sie sich von anderen Tieren. Dazu brauchen sie ein bestimmtes Gebiss, das du dir in der Zeichnung genau anschauen kannst.

Sicher hast du die einzelnen Teile erkannt. Notiere sie! 1 = ....................................................,

2 = ..........................................., 3 = ..........................................., 4 = .......................................

5 = ..........................................., 6 = ..........................................., 7 = .......................................

Auffallend sind die großen, dolchartigen Eckzähne. Schreibe ihre Aufgabe auf!

...................................................................................................................................................

Die Eckzähne haben übrigens noch wegen ihrer Aufgabe einen anderen Namen. Notiere!

Eckzähne heißen auch ..........................................

Notiere auch gleich die Aufgabe der Backenzähne!

...................................................................................................................................................

Auch die Backenzähne haben wegen ihrer Aufgaben noch einen zweiten Namen. Notiere auch ihn!

Backenzähne heißen auch ...................................

Jaguare gehören zur Verwandtschaft der Katzen, wie man unschwer an den Pfoten erkennen kann. Bei Wölfen zum Beispiel können die Krallen nicht zurückgezogen werden. Notiere, warum das nicht nötig ist (denke dabei daran, wie Wölfe jagen)

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Katzen dagegen jagen anders. Notiere!

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Kreuze jetzt die typische Katzenpfote an! Die Lösung wird dich nicht überraschen, vielleicht hast du auch die anderen Füße erkannt. Notiere die Namen der Tiere, zu denen sie gehören.

1. Fuß: .................................., 2. Fuß: ......................................, 3. Fuß: ...............................

Überlege, warum die Katzenpfote gerade so gebaut ist! Notiere deine Überlegungen!

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Die größte Raubkatze im Zoo Saarbrücken ist der Jaguar. Manchmal hört man schon am Südeingang seine Lautäußerungen, kurze, kehlige "ah"-Laute, die an Geschwindigkeit und Volumen zunehmen, wobei dann die letzten "ahs" eine eindrucksvolle Lautstärke erreichen. Kommt man näher, merkt man schnell den typischen Raubtiergeruch, der besonders stark im Haus ist. Geht man um die Anlage herum, stellt man fest, dass hier zwei Tiere leben, ein geflecktes und ein pechschwarzes. Je nach Tageszeit befindet sich mal das schwarze, mal das gefleckte Tier in der Außenanlage, das andere im Haus. Es sind jedoch keine verschiedenen Tierarten, die hier leben, es handelt sich bei dem schwarzen Tier auch nicht um Baghira, den schwarzen Panther aus dem Dschungelbuch. Wäre es Baghira, so hätte er ein anderes Fellmuster, denn Baghira ist ein Leopard, der nicht nur in Afrika, sondern auch in Asien und somit in Indien vorkommt, wo die Geschichte spielt. Der „schwarze Panther“ im Zoo Saarbrücken ist ebenfalls ein Jaguar. Wenn du dir etwas Zeit nimmst, kannst du je nach Lichteinfall die schwarzen Rosetten im Fell des Tieres erkennen.

Die beiden Jaguare, die hier leben, haben natürlich auch Namen. Das schwarz gefärbte Tier ist das Weibchen, das gemusterte Tier ist das Männchen.

1 2 3 4


Da du gut beobachten kannst, hast du sicher erkannt, um welche Raubtierarten es sich handelt. Schreibe zu jedem Fellmuster die Tierart!
1 = ............................., 2 = ............................., 3 = .............................., 4 = .............................

Vielleicht wunderst du dich jetzt noch, warum die beiden Jaguare im Zoo nicht zusammen leben. Der Grund ist ganz einfach, Katzen – auch die Großkatzen – sind Einzelgänger. Sie treffen sich nur zur Paarungszeit, danach trennen sie sich wieder. Das Weibchen zieht meist die Jungtiere allein auf. Eine Ausnahme davon ist nur der Löwe, der im Rudel lebt und auch gemeinsam auf die Jagd geht. Im Löwenrudel lebt immer nur ein erwachsenes Männchen mit mehreren Weibchen und den Jungtieren, von denen der Löwenmann auch der Vater ist.



Lösungen von oben nach unten:

Die Nummern Raubtiergebiss bedeuten: 1 = Augenhöhle, 2 = Oberkiefer, 3 = Unterkiefer,

4 = Eckzahn, 5 = Schneidezahn, 6 = Reißzahn, 7 = Backenzähne

Aufgabe der Zahnarten: Eckzähne sind dazu da, die Beutetiere festzuhalten und auch zu töten. Sie heißen auch Fangzähne. Die Backenzähne gleiten wie eine Schere aneinander vorbei und schneiden so Stücke aus dem Fleisch heraus. Die größten heißen Reißzähne.

Wie die Tiere jagen: Wölfe sind Hetzjäger, die im Rudel zusammenarbeiten. Katzen sind Einzelgänger, die sich an ihre Beute anschleichen.

Die Füße: Der erste Fuß ist der eines Wolfes, der zweite der einer Katze, und der dritte gehört einem Bären.

Die Jagd bei Katzen sehr leise sein, denn kein Beutetier lässt sich freiwillig fressen! Krallen, die auf dem Boden klappern, würden jedes Beutetier warnen. Die Krallen müssen auch immer spitz bleiben, damit die Katzen damit die Beutetiere festhalten können. Deshalb sind sie in der Pfote verborgen, bis sie gebraucht werden.

Die Fellmuster: 1 = Leopard, 2 = Gepard, 3 = Tiger, 4 = Jaguar (Löwen haben ein gelblich-braunes Fell ohne Muster).


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