J., S. 26 Gattung Stephanoshaera Cohn




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Migula, W., Die Grünalgen. Ein Hilfsbuch für Anfänger bei der Bestimmung der am häufigsten vorkommenden Arten. Stuttgart, o. J., S. 26

Gattung Stephanoshaera Cohn

Kolonien mit großer, abstehender, kugeliger oder ovaler Hülle, in welcher 1-8 Zellen kreisförmig angeordnet sind. Zellen oval mit mehreren Plasmavorsprüngen, aber unter sich frei, nur an die Hülle befestigt, mit zwei die Hülle durchbrechenden Geißeln am Vorderende, rotem Augenfleck und 2 Pyrenoiden im großen Chromatophor. Vermehrung durch Teilung der Zellen in 2 - 8 Tochterzellen, die durch Auflösung der Hülle der Mutterkolonie freiwerden, indem die Membran der Mutterzelle nun zur gemeinsamen Hülle der neuen Kolonie wird. Geschlechtliche Fortpflanzung durch Isogameten, d. h. durch gleich gestaltete Geschlechtszellen von spindelförmiger Gestalt, die zu 4-32 auseiner Zelle entstehen, innerhalb der Hülle der Mutterkolonie umherschwärmen und auch hier kopulieren.



Stephanosphaera pluvialis Cohn

Zellen 7-12,5 Mü dick, Familien 30-60 Mü breit. Einzige Art. In Regenwasseransammlungen ausgehöhlter Sandsteine im Gebirge, selten.



Ettl, Hanus, Grundriß der allgemeinen Algologie. Jena 1980.

8. Stamm Chlorophyta.

3. Klasse Chlorophyceae.

1. Ordnung Volvocales

a) Unterordnung Chlamydomonadineae

Seite 427

4. Familie Haematococcaceae - Zellen mit weit abstehender Hülle, die mit dem Protoplasten mittels zahlreicher Plamafäden verbunden ist. Eine Form mit mehreren Protoplasten in der Hülle. Durch reiche Hämatochrom-Anhäufung bei Massenentwicklung rote Wasserfärbung verursachend. Haematococcus, Stephanosphaera.

Abb. 235 k, S. 426: Stephanospaera pluvialis.



Fott, Bohuslav, Algenkunde. Stuttgart 1971 2.

S. 266


Bei der Mehrzahl der Grünalgen sind die Geißeln gleich lang und gleichwertig. Alle besitzen denselben Bau: am basalen, dickeren Teil, der keine fiedrige Struktur aufweist, sitzt ein feines und außerordentlich dünnes Ende. Nur einige Volvocales aus der Unterordnung der Pedimonadineae sind ausnahmeweise durch ungleichlange und heterodynamische Geißeln gekennzeichnet. Der elektronenoptisch erkennbare Grundbau der Grünalgengeißeln ist derselbe wie bei allen Organismen: die Geißel besteht aus 2 + 9 = 11 Achsenfäden, die in eine zylindrische Scheide eingehüllt sind (Abb. 162).

Die Scheide der Geißel entspricht morphologisch der plasmatischen Membran (Plasmalemma), aus der sie auch gebildet wird; die Achsenfäden, sogenannte Mikrotubuli, sind enge Röhrchen, wie sie auch in der Zelle unter dem Plasmalemma eingelagert sind. Als plasmatische Gebilde können die Geißeln bei den beweglichen Zellen in das Zytopasma eingezogen werden.

S. 265, Abb. 162. Stephanospaera pluvialis. Die Geißel besteht aus 2 + 9 = 11 Achsenfäden, die in eine zylindrische Scheide eingelagert sind. - Orig. Joyon.

S. 280, Abb. 169 c Stephanospaera pluvialis. d Haematococcus pluvialis.

s. 281

3. Familie Haematococcaceae



Protoplast sendet plasmatische Fortsätze in eine Gallerthülle aus.

Bei Haematococcus Agardh 1828 (5Arten) und Stephanospaera Cohn 1852 senden die Protoplasten strahlenförmige Plamafortsätze in die umgebende Gallerthülle aus. Haematococcus besitzt einen eigenartigen Chloroplastentypus: er ist krug- bis tropfenförmig, wandständig, unregelmäßig netzartig und mit lappigen Vorsprüngen versehen. Pyrenoide 1-7, in Verdickungen des Chloroplasten (Wygasch 1963, 1964). In älteren Zellen sowie in Zygoten häuft sich in großen Mengen ein Gemisch von roten Karotinoiden an, das allgemein Haematochrom genannt wird. Es entsteht in der Nähe Nukleus und ist an die, dem endoplasmatischen Recticulum anliegenden Körperchen gebunden (Lang 1968). Viele pulsierende Vakuolen liegen zerstreut in der Zelle. Die Arten der Gattung Haematococcus kommen am häufigsten in Steinmulden, Betonbecken oder Freibädern vor, z. B. H. pluvialis Flotow (Fig. 169d).



Stephanospaera mit der einzigen Art S. pluvialis Cohn (Abb.169: c) bildet Kolonien mit 8-16 Protoplasten. Diese sind in eine Gallertkugel eingebettet, aus der nur die Geißeln der einzelnen Individuen herausragen. Bei ungeschlechtlicher Vermehrung werden in den einzelnen Zellen Tochterkolonien gebildet. Die geschlechtliche Vermehrung vollzieht sich durch Kopulation von Isogameten.

Stephanospaera ist in bezug auf Vorkommen und Ökologie seht interessant. Gemeinsam mit der Gattung Haematococcus vermehrt sie sich in großer Menge in Mulden der Felsen, wo sich Regenwasser sammelt; nach dem Austrocknen bleiben die Mulden durch die goldgelben bis roten Überzüge der organismen gefärbt.

Hoek, Christiaan van den, Algen. Einführung in die Phykologie, Stuttgart 1978.

S. 288


Haematococcus (Abb. 79 d)

Die Alge unterscheidet sich von Sphaerellopsis durch feine Plasmaausstülpungen, die vom Protoplasten in die Schleimschicht ausstrahlen. Die Zellen sind meistens durch carotinoide Pigmente ("Haematochrom"), die im Cytoplasma liegen, rot gefärbt. Die meisten Arten kommen in Regenwasserpfützen vor, in denen sie Wasserblüte erzeugen können.

Einige koloniebildende Vertreter der Ordnung Volvocales (Abb. 80, 81)

Stephanospaera (Abb. 80 d)

Acht bis sechzehn Zellen, die dünne, verzweigte Ausläufer besitzen, liegen in eine gemeinsame Gallertkugel eingebettet, aus der die Geißeln der Zellen herausragen, Stephanospaera pluvialis ist die einzige Art der Gattung. In Regenpfützen auf Felsen kann diese Alge zusammen mit Haematococcus-Arten Wasserblüte bilden.



Round, F. E., Biologie der Algen. Eine Einführung. Stuttgart 1975.

S. 192


Kohlenstoff.

Die Kohlenstoffquellen sind Kohlendioxid, Carbonate, Bicarbonate oder organische Verbindungen. ...

S 193

Einige Algen können auch energiereiche organische Verbindungen aufnehmen und verwerten, obwohl sie Photosynthesepigmente besitzen. Diese Organismen kann man fakultativ chemo-organotroph nennen, da sie mit oder ohne Licht wachsen. Den obligat chemo-organotrophen Algen fehlen die Photosynthesepigmente. Die meisten Untersuchungen zu dem Fragenkreis der Chemo-Organotrophie wurden mit den häufig kultivierten Algen Scenedesmus, Chlorella und Euglena unter Benutzung von Hexosen und Acetat durchgeführt. An weiteren Substanzen wurden Alkohole, Carbonsäuren, Aminosäuren, Peptone und Proteine geprüft (105). Nostoc punctiforme kann auch Polysaccharide (Stärke, Inulin) verwerten. Die sogenannten Acetat-Organismen sind Algen, die am besten in Acetat-Lösungen, keinesfalls aber mit Zucker gedeihen. Meistens sind es Flagellaten aus den Gruppen der Euglenophyceae, Crytophyceae und Volvocales. Große Moleküle scheint die Mehrzahl der Algen nicht aufnehmen zu können. Um diese zu verwerten, müssen extrazelluläre Enzyme erzeugt werden. Man vermutet, daß gelatineverflüssigende Algen, wie z. B. Scenedesmus costulatus v. chlorelloides und Nitzschia putrida extrazelluläre Proteinase erzeugen.



S 203 (Physiologie: Energiequellen und Pigmente)

... Bei zahlreichen Volvocales wurde in jüngerer Zeit nachgewiesen, daß sie mixotroph sind (z. B. Chlamydomonas, Gonium octonarium, Haematococcus pluvialis, Stephanospaera pluvialis, Volvulina steinii u. a.). Der Stoffwechsel mixotropher Organismen (z. B. Euglena spp.) neigt im Licht zur Phototrophie, in der Dunkelheit zur Heterotophie, man kann sie deshab auch als amitroph bezeichnen (327). Von diesen Alten vermehrt sich z. B. Euglena gracilis bei Acetatfütterung im Licht so schnell wie in der Dunkelheit. Einige andere Algen (z. B. Ochromonas malhamensis) besitzen zwar Pigmente, aber in solch geringen Mengen, daß die Photosythese allein nicht für ihr Wachstum ausreicht.

S222 (Falultative Chemotrophie)

Wenige Algen können sich an die Ausnutzung anorganischer Verbindungen (Chemolitotrophie) als Energiequellen anpassen (z. B. Scenedesmus und Chlamydomonas moewusii). Eine weitere Erscheinung ist die Nutzung organischer Verbindungen als Energielieferanten (Chemoorganotrophie). Diese Algen besitzen Pigmente, mit deren Hilfe sie im Licht photosynthetisch tätig sind, während im Dunkeln Chemosynthese stattfindet. Außerdem kann die Photosynthese durch die Anwesenheit orgnanischer Verbindungen stimuliert werden. Die am häufigsten verwerteten organischen Verbindungen sind Hexosezucker und Essigsäure. Es können aber auch Alkohole, Aminisäuren, Peptone und Proteine ausgenutzt werden. Die Fähigkeit vieler Organismen - von den Dinophyceae und Bacillariophyta bis zu den größeren Meeresalgen -, in Tiefen zu gedeihen, wo sehr geringe Lichtintensitäten herrschen, ist möglicherweise auf die fakultative Chemotrophie zurückzuführen. ...

Bis heute sind die Euglenophyceae die Gruppe, deren chemotrophe Acetatassimilation am besten bekannt ist (sogenannte Acetat-Organismen). Unter bestimmten Bedingungen wird auch Buttersäure oder Bernsteinsäure verwertet. ... Unerwarteterweise können viele Volvocales auf Acetat kultiviert werden, oder ihr Wachstum wird zumindest durch Acetat stimuliert. Einige vermehren sich im Licht nicht, wenn organische Nährstoffe fehlen (z. B. Gonium quadratum und Stephanospaera pluvialis) 327). Zweifellos werden diese organischen Substrate zum Teil veratmet und zum anderen Teil in Form zelleigener Substanzen festgelegt. Das läßt sich aus der Tatsache schließen, daß die Algen unter aeroben Bedingungen weniger Sauerstoff verbrauchen als zur Oxidation des gesamten Substrats notwendig wäre. ...

Roeckl, Dr. Kurt W., Das Leben der Einzeller. Ein biologisch-mikrotechnisches Praktikum. Stuttgart 1941. S. 8, 32, 41.

S. 8


Alpha) Die Kopulation ....

... besteht nun die Möglichkeit, daß nicht das ganze Protozoon mit einem anderen Individuum verschmilzt, sondrn daß Geschlechtszellen gebildet werden – und dies ist der häufigere Fall (Merogramie). Sind die Gameten verschieden gestaltet, so spricht man Anisogameten (Anisogamie) in Gegensatz zu den morphologisch nicht unterscheidbaren Isogameten. Funktionell gedacht handelt es sich selbstredend stets um eine Anisogamie. Isogamie finden wir bei Foraminiferen, Gregarinen (Abb. 67) und Stephanosphaera (Mikrokosmos 28, 189, 1935).


S. 32

2. Pflanzliche Flagellaten

1. Ordnung: Chrysomonaden und Cryptomonaden.

2. O.: Dinoflagellaten.

3. O.: Eugleninen.

4. Ordnung: Phytomonaden, Grünalgen mit einem Augenfleck, Stärke als Stoffwechselprodukt, pulsierenden Vakuolen; bilden hochentwickelte Zellstöcke. Zumeist trägt jede Zelle zwei Geißeln. Hämatochrom kann an Stelle von Chlorophyll treten.

Chlamydomonas (Abb. 49)

Chlorogonium

Hämatococcus

Gonium


Stephanosphaera pluvialis

Volvox


...

Untersuchungstechnik der Flagellaten

1. Freilebende Flagellaten

a)Materialbeschaffung ...

b) Kultur ...

c) Fixierung ...

d) Färbung ...
S. 41

25. 25. Stephanosphaera pluvialis (Abb. 50, 51) 1

Die "Kranzkugel" (vgl. Mikrokosmos 28, 189, 1935; 33, 93, 1940) ist ein typisches Beispiel der koloniebildenden Phytomonaden. Acht Zellen befinden sich als äquatorialer Kranz in einer rein kugelförmigen Gallertkapsel. Der Durchmesser einer Familie beträgt 30 – 80 µ. Die Einzelzellen senden zahlreiche Protoplasmaforsätze aus, mit denen sie sich in der Kugel aufhängen und verspannen. Die Zelle selbst enthält neben dem Zellkern zahlreiche Pyrenoide mit Stärkehüllen (beschalte Pyrenoide), pulsierende Vakuolen und zwei Geißelursprünge. Ein Augenfleck (Stigma), der mit dem Basalkörper nahe zusammenhängt, ist vorhanden (Abb. 49). Die Einzelzelle ähnelt in ihrem Bau völlig einer Haematococcus-Zelle, der Blutalge der Weihwasserkessel. Beim Austrocknen der Kranzkugel entstehen 8 Ruhezellen, in denen wie bei Haematococcus das Chlorophyll in Haematochrom übergeht, d. h. sie färben sich blutrot. Übergießt man diese Ruhezellen mit Wasser, so entstehen in wenigen Stunden aus den 8 Dauerzellen 8 neue Kranzkugeln, indem jede Ruhezelle eine neue Kolonie bildet. Wir können diesen Vorgang mit der Sporogonie der tierischen Einzeller vergleichen. Bei der Vermehrungsteilung teilt sich jede Einzelzelle und bildet eine neue Kolonie, die aus der Mutterkugel ausschlüpft. Die Befruchtung erfolgt in der Weise, daß die einzelnen Zellen einer Kolonie zahlreiche, spindelförmige Isogameten bilden, die mit ihren zwei Geißeln ausschwärmen. Aus der Verschmelzung der Gameten geht eine unbewegliche Zygote hervor, die allmählich heranwächst. Auch die Zygote färbt sich beim Austrocknen ähnlich den Ruhezellen rot. Nach einer Ruhepause entläßt sie wiederum eine neue Zellkolonie.

Einen ähnlichen Generationswechsel zwischen Agamogonie und Gamogonie treffen wir auch bei den übrigen Phytomonaden. Während Haematococcus und Gonium ebenfalls Isogameten ausbilden, beobachten wir bei noch höher entwickelten Formen wie Eudorina und Volvox eine so hoch differenzierte Anisogamie, daß wir von Oogamie sprechen; in diesen Fällen vereinigt sich ein spermatozoenähnlicher Mikrogamet mit einem passiven und plasmareichen Makrogameten.



Roeckl, Kurt W., stud. med. (MVM München), 25. Stephanosphaera pluvialis, eine seltene Grünalge. In: Mikrokosmos Jg. 28, 1934/35, 189 ... 191.

Wollenweber, Dr. W., In: Die Kleinwelt, 1. Jg., 1910, S. 182 f.

Paschers Süßwasserflora, Heft 4, Volvokales

Hieronymus, Über Stephanosphaera pluvialis, Cohns Beitr. z. Biol. der Pflanzen, Bd. 4

Cohn und Wichura, Über Stephanosphaera pluvialis, Nova Act. Leopold. Carol., Bd., 261, Nachtrag 1

fakultativ chemo-organotroph

obligat chemo-organotroph

mixotroph

heterotoph

amitroph


Chemolitotrophie


Küster, Ernst, Die Pflanzenzelle. Vorlesungen über normale und pathologiesche Zytomorphologie und Zytogenese. 3. Aufl. Jena 1956, S. 29

"Den durch Plasmolyse erhaltenen Formen des Protoplasmaleibes ähnlich sind die an Haematococcus beobachteten, dessen Plasma mit der Membran durch zarte oder derbe, einfache oder verzweigte Stränge verbunden bleibt., die besser mit Hechtschen Fäden oder mit den Plasmapfeilern der Krampfplasmolyse als mit Pseudopodien oder plasmatischer Tüpfelfüllung zu vergleichen sind; der Raum zwischen Membran und Plasmaoberfläche ist mit einem gallertartigen Exsudat gefüllt. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei Stephanoshaera (Fig. 16). – "


Siehe auch Vergleichende Anatomie der niederen Thiere ...


Praktische Mikroskopie Jg. XIV, Heft 6, Juni 1936, S. 166-170, Bildtafel.

Kurt W. Roeckl, München (MVM):



Stephanosphaera pluvialis, ein Bewohner der Regenwasserpfützen
R. nennt als Fundorte:

Granitplatte in der Nähe des Dorfes Grunau bei Hirschberg im schles. Riesengebirge. (Dort fand sie 1856 Ferd. Cohn, der sie benannt hat.) Dito auf dem Grovaterstuhl, dem Gipfel der Heuscheuer in der „früheren Grafschaft Glatz. – Wichura fand sie zwischen dem 67. u. 68. Breitengrad bei Quickjock in Lulea (Lappland) in Glimmerschiefer-Vertiefungen an den Ufern des Kamjock-Flusses.



Pascher gibt an: Den Brocken, Südböhmen (Neuhaus), Schwarzwald, Elbsandsteingebirge, Karpathen. Swirenko: Mündung des Dnjestr.

1 Zwei sehr schöne Fotos!

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