G für Publikation: Vortragskurzfassungen der Ö. Pflanzenschutztage in Tulln 2004 iftiges Wasser-Kreuzkraut auf Futterwiesen tödlich für Pferde und Rinder



Дата26.04.2016
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Für Publikation: Vortragskurzfassungen der Ö. Pflanzenschutztage in Tulln 2004
iftiges Wasser-Kreuzkraut auf Futterwiesen - tödlich für Pferde und Rinder

Von DI. Johann Humer, NÖ. Landeslandwirtschaftskammer
Wasserkreuzkraut (Senecio aquaticus) war bis 2002 auf Futterwiesen in NÖ. nicht auffällig. 2003 wurden zwei nachweisliche Todesfälle bei Pferden und 6 ungeklärte Vergiftungen bei Rindern beobachtet. In ersten Berichten aus 2003 wurde noch die bekanntere Giftpflanze Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) als Verursacher der Vergiftungen genannt. Ursache der Verwechslung dieser Pflanzenarten sind die bislang unklaren und widersprüchlichen botanischen Beschreibungen, sowie deren mögliche Hybridisierung. Dass Senecio aquaticus die tödliche Vergiftung von 2 Pferden auslöste, war erst klar als Univ.Prof. W. Holzner (Boku Wien) auf der dortigen Pferdekoppel das Wasserkreuzkraut auch noch 2004 mit einigen auf der Koppel verbliebenen Pflanzenexpemplaren mikroskopisch eindeutig identifizieren konnte. Auf der Fläche waren 2004 nur mehr wenige dieser Pflanzenart vorhanden, weil die Fläche 2003 sofort neu angelegt wurde, nachdem die Untersuchungen den Universitäten der Vet. Med. Wien und einer englischen Universität ergaben, dass Senecio die Todesfälle auslöste. Viele Unklarheiten und Widersprüche ergeben sich zur Beurteilung der Giftigkeit. So ergaben andererseits die derzeit laufenden Recherchen, dass ein Mutterkuhbetrieb mit einem massiven Kreuzkrautbesatz auf ca 1 ha seit Jahren keine Beeinträchtigung der Tiergesundheit feststellen kann.
Wasser-Kreuzkraut Standorte und Pflanzenbeschreibung
Wasser-Kreuzkraut tritt meist mehr auf feuchten, extensiv bis mäßig intensiv gedüng-ten Wiesen mit 1 bis 2 Nutzungen im Umfeld der Linie zwischen St.Martin, Weitra, Gmünd, Schrems und Heidenreichstein, Litschau auf und nimmt in östlicher Richtung bis Zwettl deutlich ab. Starkes Auftreten findet man in zertretenen Pferdekoppeln und auf angrenzenden Wiesen mit stauender Nässe. Vereinzelt ist es auch im neu angelegten Feldfutter und bei wenig wüchsigen Wiesenneuanlagen zu finden. In den Wiesen tritt es teils sehr massiv bis zu ca 50% Flächendeckung auf. Auf feuchteren Wiesenstellen kann es ebenso gruppenweise und zerstreut auftreten. Sogar auf eher wenig feuchten Hängen ist es vereinzelt zu finden.

Das Waldviertler Wasser-Kreuzkraut ist auf gemähten Wiesen im August 20 bis 40 cm hoch. Auf ungemähten Flächen wird es etwas größer (ca 50cm). Jakobskreuzkraut dagegen wird meist höher und kann 1 bis 1,5 m Höhe erreichen. Es bildet trockene Stängel die oben mehrfach verzweigt sind. Durch Schnitt verzweigt sich die Pflanze mehr. Die Blüten haben 1,5 bis 2 cm Durchmesser und 12 bis 14 Zungenblüten mit leuchtend goldgelber Farbe, während die inneren Röhrenblüten ins orange gehen. Die Blätter am Blütenstängel und Bodennähe zeigen leider eine wechselhafte Fiederung, die kein gut zuverlässliches Merkmal ist, da sich die Blätter wie die Verzeigung der Stängel je nach Bewirtschaftung und Schnittzeit verändern. Normalerweise ist die ungestörte Pflanze 2-jährig. Sie bildet sie im ersten Jahr eine markante Rosette mit 5-15 cm Durchmesser aus, die ganz eng an der Bodenoberfläche sitzt, die mit dem Abmähen nicht erfasst wird. Die leicht auffälligen Rosetten ohne Stängel zeigen ab dem Sommer an, dass im nächsten Jahr daraus blühende Pflanzen hervorgehen.


Zur Abklärung von Giftigkeit und der auffällig aggressiven Ausbreitung sind Untersuchungen im Anlaufen, sowie zu Maßnahmen zur Zurückdrängung.

/ 26.04.2016



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