Von franziska schubert




Дата канвертавання19.04.2016
Памер10.24 Kb.



Frankfurter Rundschau 23.02.07






"Alle meine Entchen" ist als Disco-Stück noch immer ein Hit

Ferris Auftritt in der Erich-Kästner-Schule bietet einen Vorgeschmack auf das Kinderliedermacherfestival

VON FRANZISKA SCHUBERT







Das Festival

Ferri spielt am 5. März solo ab 14.30 Uhr im Tower-Café, Am Burghof 55; Tel. 9 50 48 50. Im Gallustheater, Kleyerstraße 15, treten am 7. März Fredrik Vahle, am 8. März Robert Metcalf und am 9. März Ferri (Duo) jeweils um 11 Uhr auf. Die Blindfische spielen dort am 10. März um 15 Uhr; Tel. 75 80 60 20. In der Stadthalle Bergen, Marktstraße 30, spielt Klaus Neuhaus am 7. März, 15 Uhr; Tel. 21 24 12 76 Im Dr. Hoch'schen Konservatorium, Sonnemannstraße 16, spielen jeweils um 11 Uhr Ferri (Trio) am 8. März, die Blindfische am 9. März; Tel. 21 27 01 76. Im Saalbau Bornheim, Arnsburger Straße 24, spielt Fredrik Vahle am 8. März, 10 Uhr; Tel. 2 99 88 83 33. Die große Abschlussgala ist am 11. März, 15 Uhr, im HR-Sendesaal, Bertramstraße 8; Tel. 1 55 20 00. isk www.ferri-kindertheater.de

Hunderte Hände und Knie wackeln, als Ferri alias Georg Feils den Boogie-Woogie "Fledermausmann" in der Turnhalle der Erich-Kästner-Schule spielt. Die Geschichte vom "kleinen Klaus" zieht die rund 100 Grundschüler in den Bann. Enthusiastisch singen sie mit, wenn sich Klaus als Fledermausmann verkleidet. Dazu tanzen sie, wie Ferri es ihnen vormacht. Das ist ansteckend, selbst die Grundschullehrerinnen stimmen mit ein und machen Flugbewegungen mit den Armen.

"Kennt ihr die vier Arten von Applaus?", fragt Ferri die Kinder hinterher. Kaum hörbar klatschen sie in die Hände - "Ja, so klingt die erste Stufe: der verhaltene Applaus", kommentiert der Liedermacher. Kräftiges Händeklatschen und Füßegetrappel: "Genau, das ist der stürmische Applaus!" Spitze Schreie, donnernder Applaus und heftiges Stampfen begleiten den frenetischen Applaus. Doch die höchste Stufe, weiß der Kinderstar, "ist der Ferri-Applaus": Stille. Die Kinder versuchen, mit den Pobacken zu klatschen. Manche hüpfen mit dem Po in die Luft, während andere noch überlegen, wie Applaus mit dem Po geht.



Camembert und Hubschraubär

"Er hat kein Fell und lebt in einer Tüte", singt der Mann mit den grauen Locken und dem Vollbart, der inzwischen Großvater ist. Am Xylophon und den Trommeln begleitet ihn mit hoher Stimme Heike Michaelis von Perlico-Perlaco. Mitreißende Riffs spielt dazu der Musikpädagoge und Komponist Wolfgang Gemmel auf der E-Gitarre. "Es ist nicht der Camembert und auch nicht der Hubschraubär", rufen sie dem begeisterten Publikum zu, das den Refrain des Klassikers schon auswendig kennt: "Hast Du einen, willst Du einen Gummibär?"

Fast eine Stunde versteht es Ferri, die Kinder so zu faszinieren, dass niemand abgelenkt wird. Nur als sich manche HipHop-Hasen auf den Gymnastik-Kästen immer schneller wie Hubschrauber-Rotoren zu drehen beginnen, schreiten die Lehrerinnen vorsichtshalber ein. Ferri schaffe es, die Kinder ausflippen zu lassen und wieder auf den Boden zurückzuholen, lobt Schulleiter Benedikt Gehrling. Er lade ihn immer wieder ein, "weil er mit seiner Musik so gute Stimmung verbreitet, dass die Kinder die innere und äußere Balance wiederfinden." Ein willkommener Ausgleich, denn durch den Unterricht seien die Kinder zum Teil emotional und psychisch belastet.

Mit "Alle meine Entchen" erobert die Band schließlich das Herz der zehnjährigen Laura: "Mir hat gefallen, dass sie es so unterschiedlich gespielt haben." Die drei Versionen des Kinderliedes sind eine Ode an die Vielseitigkeit - wie das ganze Programm: Zuerst singen sie "Alle meine Entchen" pseudogregorianisch. Dann stimmen sie das Lied in dreistimmigen a-cappella-fugato an. Zuletzt rappen sie es wie einen Disco-Hit. Der achtjährigen Roda aus der 2. Klasse hat am besten gefallen, wie Ferri Angst vor Gespenstern bekommt: Was macht der kleine Ferri als Erstes, als er allein zu Hause ist? "Na, ich bin gleich los, hab mir Süßigkeiten geholt und mir im Fernsehen einen Zombie-Film angesehen." Vor dem Zubettgehen habe er noch eine Gruselgeschichte gelesen. Als er gerade am Einschlafen ist, hört er ein Geräusch: "Sind da Gespenster unter dem Bett? Oder turnt im Schrank ein Skelett?" Seine Ängste besingt Ferri schaurig-schön, um schließlich festzustellen, dass da nur sein Hamster Rabatz gemacht hat.



Seine Lieder werden nun wochenlang in der Schule zu hören sein: "Die Kinder singen sie immer wieder", erzählt der Schulleiter.






База данных защищена авторским правом ©shkola.of.by 2016
звярнуцца да адміністрацыі

    Галоўная старонка