Investitionen in Atomwaffen beenden




Дата канвертавання18.04.2016
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Musterbrief an die Filialleitung
Betreff: Investitionen in Atomwaffen beenden
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der Aktionswoche „Atomwaffen – ein Bombengeschäft“, veranstalten wir heute eine Aktion vor Ihrer Filiale. Denn wir kritisieren, dass Finanzinstitute in Unternehmen investieren, die Atomsprengköpfe sowie Atomwaffen-Trägersysteme entwickeln, produzieren oder warten.
Das Geschäft mit der Massenvernichtung wird weltweit jährlich in der Studie „Don’t Bank on the Bomb“, herausgegeben von PAX & ICAN, beschrieben. Die 3. Ausgabe dieser Studie wird im November in Berlin veröffentlicht.

Laut der Studie 2013, ist in Deutschland die Commerzbank der zweitgrößte Investor in Unternehmen, die Atomwaffen und ihre Trägersysteme herstellen. Sie hat in den letzten drei Jahren neun Atomwaffenproduzenten Finanzmittel in Form von Aktien, Anleihen und Krediten zur Verfügung gestellt. Das Volumen beträgt hierbei insgesamt ca. 1,8 Mrd. Euro.


Die Commerzbank besitzt seit 2008 eine unternehmensweit gültige und veröffentlichte Richtlinie für Rüstungsgeschäfte. Diese schließt die Finanzierung und Lieferung von Waffen und Rüstungsgütern in Konflikt- und Spannungsgebiete ebenso aus wie die Finanzierung von Transaktionen, die einen Bezug zu „kontroversen Waffen“ haben. Dies trifft jedoch nicht für die Finanzierung von Mischkonzernen zu, die nur einen Teil ihres Umsatzes im Bereich Atomwaffen machen. Das hat der Vorsitzende Martin Blessing Martin Hinrichs, Campaigner bei ICAN, bei der Aktionärsversammlung 2014 auf seine Rede geantwortet. Er verwies zudem auf mehrere Studien von Nichtregierungsorganisationen, die der Commerzbank bestätigen, dass sie eine der wenigen Banken sei, die den sensiblen Bereich der Rüstungsproduktion vorbildlich geregelt habe.
Aus unserer Sicht sind die Richtlinien der Commerzbank doch unzureichend, da Unternehmen, die ausschließlich Atomwaffen produzieren, nicht bekannt sind. Unbeantwortet ist für uns die Frage: Warum hat sich die Commerzbank bei Streumunition kategorisch gegen die Finanzierung von Mischkonzernen ausgesprochen, bei Atomwaffenproduzenten hingegen nicht?
Daher bitten wir Sie als Filialleitung: setzen Sie sich dafür ein, dass die eigenen Richtlinien ernst genommen werden und die Finanzierung von Atomwaffenproduzenten durch die Commerzbank beendet wird. Das wäre ein starker Beitrag für die Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen und eine wirklich gute Investition in unsere gemeinsame Zukunft.
Mit freundlichen Grüßen


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