Instrumental oder Lied Die Situation wird ins Wort gebracht




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SEGENSFEIER FÜR MENSCHEN MIT EINER ZERBROCHENEN LIEBESBEZIEHUNG
Alternative Bibelstellen:

PS121; Klgl 1,1-2.4. 9b;12. 16a; Mk3,1~5
Instrumental oder Lied
Die Situation wird ins Wort gebracht

Heute hat uns hier eine ganz besondere Situation zusammengeführt. Wir tragen die zerbrochene Liebesbeziehung [von N. (und N.)], die Sie umtreibt und die schwer auf Ihnen lastet, vor Gott. Viele Gefühle schwingen in die­ser Stunde mit: Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Heimat, nach einem DU; Enttäuschung angesichts dessen, was aus dieser Sehnsucht geworden ist; vielleicht auch Wut und Zorn auf den anderen, aber auch auf einen sel­ber (weil Sie beide dem nicht genügen konnten, was Sie zutiefst gewünscht hatten); Angst vor dem, was noch vor Ihnen liegt, vor dem Alleinsein, vor der Einsamkeit, vor dem Neuanfang ...


Hier sollte die Möglichkeit gegeben werden, die eigenen Gefühle in Worte zu fassen.
Alles, was uns in dieser Stunde bewegt und betroffen macht, wollen wir jetzt ganz bewusst hereinholen und auch zulassen ...
Stille
Das Kreuz als Segenszeichen
Alleine fühlen wir uns überfordert von dem, was uns in dieser Stunde betroffen macht, woran wir noch leiden und was uns ängstigt. So ver­trauen wir uns bewusst dem Gott an, der die Wege der Menschen immer begleitet. Stellen wir unser Leben unter das Hoffnungszeichen des Kreuzes:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. A: Amen.


Kyrie-Rufe
Herr Jesus Christus, du hast ganz als Mensch gelebt.

V: Herr, erbarme dich unser. A: Herr, erbarme dich unser.


Du hast der Welt deine Botschaft der Liebe gebracht.

V: Christus, erbarme dich unser. A: Christus, erbarme dich unser.


Du hast am Kreuz unendliche Verlassenheit und Einsamkeit durchlebt.

V: Herr, erbarme dich unser. A: Herr, erbarme dich unser.


Gebet
Gott,

wir tragen heute eine Liebe vor dich, die zerbrochen ist. Die Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte [von N. (und N.)] sind wie Sand zwischen den Fingern zerronnen.

Keiner weiß letztlich, warum es so weit gekommen ist, als du allein. So legen wir alles in deine Hand - die Wut, die Sehnsucht, die Ent­täuschung und die Angst.

Nimm du sie an und führe N. (und N.) aus diesem dunklen Tal her­aus in das Licht deiner Geborgenheit, die immer wieder Versöhnung und Neuanfang ermöglichen will.

Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Bruder und Herrn, der in tiefer Verbundenheit mit dir und dem Heili­gen Geist lebt und uns liebt in alle Ewigkeit. A: Amen.
Wir hören das Wort Gottes
Psalm 25 (Die Bitte um Vergebung und Leitung)

Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich,

Lass mich nicht scheitern! (...)

Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden. (...)

Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade!

Führe mich in deiner Treue und lehre mich;

denn du bist der Gott meines Heiles.

Auf dich hoffe ich allezeit.

Denk an dein Erbarmen, Herr, und an die Taten deiner Huld;

denn sie bestehen seit Ewigkeit.

Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel!

In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.

Gut und gerecht ist der Herr,

darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.

Die Demütigen leitet er nach seinem Recht,

die Gebeugten lehrt er seinen Weg.

Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue denen,

die seinen Bund und seine Gebote bewahren.

(Um deines Namens willen, Herr, verzeih mir;

denn meine Schuld ist groß.) (...)

Meine Augen schauen stets auf den Herrn;

denn er befreit meine Füße aus dem Netz.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig;

denn ich bin einsam und gebeugt.

Befrei mein Herz von der Angst, führe mich heraus aus der Bedrängnis! Sieh meine Not und Plage an (und vergib mir all meine Sünden!) (...) Erhalte mein Leben und rette mich, lass mich nicht scheitern! Denn ich nehme zu dir meine Zuflucht. (...)

O Gott, erlöse Israel aus all seinen Nöten!


Antwortgesang
Deutende Hinführung zum Segen

Die biblischen Texte sind vielfach ein Spiegel für die ganze Bandbreite von Gefühlen, die menschliches Leben prägen. Nicht nur Verheißung, Freude und frohe Botschaften kommen darin vor. Oft genug ist auch von Dunkel, von Angst, von Verlassenheit und Enttäuschung die Rede. Erst dieses Auf­greifen der ganzen Lebensiwirklichkeit macht die Bibel wirklich zu einem Buch des Lebens. Wir haben ja eben von den Gefühlen gehört, die hier angesprochen werden.

Hier kann nochmals kurz auf den ausgewählten Schrifttext eingegangen werden.

All die Trauer, die in der biblischen Botschaft nicht nur beschrieben, son­dern geradezu zugelassen und im erinnernden Lesen nochmals durchlebt wird, steht in einem größeren Zusammenhang. Sie ist getragen von den großen Worten der Verheißung, die gerade in die dunklen Täler des Menschseins hinein gesprochen wurden und werden. Alleine der Aufruf »Fürchte dich nicht!« findet sich fast sechzigmal in der Bibel. Es ist, als ob Gott selbst uns in jeder Woche des Jahres mehr als ein­mal dieses Wort zusagen möchte. Siebenmal, einmal für jeden Tag der Woche, sagt er uns in der Bibel zu: »Ich bin bei dir!« Und über allem steht seine große Zusage aus dem ersten Schöpfungsbericht, wo es heißt: »Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut« (Gen 1,310). Im gleichen erzählenden Schöpfungshymnus heißt es: »Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und als Frau schuf er sie. Gott segnete sie ...« (Gen 1,27-280)



Diese ganz konkreten Zusagen Gottes gelten uns allen, auch und gerade dann, wenn es uns schwer fällt, von Licht und Hoffnung zu sprechen, geschweige denn daran zu glauben.
(Für-)Bitten
Im Vertrauen auf den Gott, der alle unsere Wege mit uns geht, legen wir alle unsere Bitten und Anliegen in seine Hände:

  • Für N. (und N.), die/der/die leidet/leiden am Scheitern ihrer Hoff­nungen und Wünsche, am Ende ihrer Beziehung, am »Tod ihrer Liebe«.

  • Für die Angehörigen und Freunde von N. (und N.), die sie/ihn auf ihrem/seinem Lebensweg begleitet haben und auch weiter beglei­ten wollen.

  • Für alle Paare, deren Beziehung in eine tiefe Krise geraten ist und die für ihren gemeinsamen Weg keine Zukunft mehr sehen.

  • Für die Kirche, die den Menschen zu allen Zeiten deine Geborgen­heit und deinen Segen spürbar nahe bringen will.

Herr, alle unsere ausgesprochenen, aber auch unsere unausgespro­chenen Bitten legen wir in deine Hand. Du weißt, was wir brauchen, auch wenn wir für unsere Sehnsucht keine Worte finden. Du bist uns nahe. Dafür danken wir dir heute und alle Tage unseres Lebens. A: Amen.
Vater unser
Im Vertrauen auf den Gott, der mit uns ist, wie eine liebende Mutter und ein guter Vater, können wir beten, wie es uns Jesus selbst gezeigt hat: Vater unser ...
Lobpreis
V: Gott, du sorgst dich in allen Lebenslagen wie ein guter Vater um uns.

Wir loben dich. ;

A: Wir preisen dich.
V: Jesus, du bist selbst Mensch geworden, hast mit den Menschen gelebt und gelitten, um uns Gottes Menschlichkeit erleben zu lassen. Wir loben dich.

A: Wir preisen dich.


V: Heiliger Geist, du bist die stete Quelle des Trostes und der Kraft,

die uns allen versprochen ist.

Wir loben dich. A: Wir preisen dich.
Segensritual

Hier empfiehlt es sich - in Absprache mit der/dem/den Betroffenen - den Segen durch Handauflegung einzeln zu spenden, damit die zugesagte Nähe, die bergende Hand und die tragende Stütze zeichenhaft spürbar werden. Dabei wird ein irischer Segen gesprochen:


Den tiefen Frieden im Rauschen der Wellen des Meeres

wünsche ich dir.

Den tiefen Frieden in schmeichelndem Wind wünsche ich dir.

Den tiefen Frieden über dem stillen Land wünsche ich dir.

Den tiefen Frieden unter den leuchtenden Sternen wünsche ich dir.

Den tiefen Frieden, das Licht und die Geborgenheit Gottes

wünsche ich dir.

All das schenke dir der treue Gott, der dich auf deinem weiteren Weg

begleite und trage,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.



A: Amen.
Instrumental oder Danklied
michael witti


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