Grundwissen über Bartagamen




Дата канвертавання18.04.2016
Памер14.45 Kb.

Allgemeines

Grundwissen über Bartagamen

In der Echsenfamilie Agamidae (Agamen) befindet sich die Gattung Pogona (Bartagamen), mit acht Arten. Diese, in Australien vorkommende Echsen, waren früher in die Gattung Amphibolurus eingestuft, bis die australische Herpetologin Judith Badham 1976 sie in die Amphibolurus− barbatus− Komplex zuordnete. Erst 1982 wurden die Bartagamen in die Gattung Pogona (Storr) zusammengefasst.





Verteidigung:

Wie schon von vielen vermutet, bedeutet das Wort "Pogon", das aus dem griechischen kommt, "Bart"! Die meisten Bartagamen können ja auch ihren sogenannten "Bart" mit Hilfe des Zungenbeinapparates spreizen. Die Kehle und die Haut an den Flanken sind mit Stachelschuppen besetzt. Die Haut lässt sich anspannen, wodurch die "Stachel" abgespreizt werden. Die Pogona ist ihrem Lebensumfeld in Australien sehr gut angepasst,  sie hebt sich farblich kaum von ihrer Umgebung ab und ist daher recht gut getarnt. Sollte sie allerdings doch einmal von einem Angreifer entdeckt worden sein, so flüchtet sie erst einmal auf die Rückseite ihres Ansitzes, ist dies nicht möglich versucht sie den Angreifer zu erschrecken, indem sie ihren Körper aufrichtet und seitlich abflacht und dem Feind zuwendet (um größer zu wirken). Der Gegner blickt also auf eine Reihe Flankenstachel. Das Maul wird dann weit aufgerissen, damit die Bartagame ihre spitzen Zähne und die rote Maulschleimhaut präsentiert, die Kehle wird aufgebläht und schwarz gefärbt. Sollte dies den Angreifer immer noch nicht beeindrucken, fängt sie noch an zu Fauchen, mit dem Schwanz schlagen und sie springt ihn an.





Verhalten:

Aber auch untereinander können Bartagamen, mit optischen Signalen, miteinander kommunizieren. Kopfnicken, Armdrehen, Winken und Ducken sind Ausdrucksformen ihres sozialen Verhaltens, diese werden bei Rangansprüchen, beim Werben oder Imponieren eingesetzt. Mehr dazu im Abschnitt Verhalten!





Aussehen:

Alle Bartagamen haben kräftige, unterschiedlich lange Stacheln am dreieckig, geformten Kopf, ebenso sind Lateral einige Stachelreihen. Auf dem Rücken (etwa auf der Höhe der Schulter) sind kleine Stachelfelder vorzufinden. Bartagamen können (je nach Art) zwischen 30 cm (Pogona henrylawsoni) und 56 cm (Pogona vitticeps), allerdings sind auch schon Exemplare mit 75 cm gesehen worden. Der Schwanz macht etwas mehr als die Hälfte der Agame aus, die Beine sind kurz und kräftig ausgebildet, die Krallen daran sind eher kurz. Die Tiere haben aber eine platte, gedrungene Körperform, Ventral sind Ozellenmuster auf hellem Grund. Der Rücken ist in der Regel grau und braun gefärbt, allerdings gibt es auch Tiere, die erheblichen Anteilen an Gelb-, Orange- oder Rottönen aufweisen, er weist rautenförmige Zeichnungen auf. Die ovale oder auch dreieckige Ohröffnung ist gut sichtbar, von ihr verläuft meist ein dunkler Streifen, gelegentlich auch ein roter, bzw. orangefarbener Augenzügel. Auf jeder Seite der Schultern ist ein schwarzer Fleck. Die Schwanzoberseite hat eine breite, oft nur schemenhaft ausgeprägte Bänderung. Der Schwanz ist zur Regeneration nicht befähigt.





Verbreitung:

Die acht Arten sind auf fast ganz Australien verbreitet, allerdings Überschneiden sich die Verbreitungsgebiete kaum. Genauere Angaben habe ich in Karten eingezeichnet, die bei den Arten untergebracht sind. Die tagaktiven Agamen leben in trockene, heiße Baum- und Wüstensteppen. Da Bartagamen gerne ihr Revier überschauen halten sie sich bevorzugt bei Sträucher, Bäumen und Felsformationen auf.





Natürliche Feinde:

Bartagamen müssen sich schon immer gegen Krähen, Raben, Adler, Falken, Warane und Schlangen verteidigen. Doch der Mensch brachte noch mehr gefahren auf den Kontinent, wie Füchsen, verwilderte Hunden und Katzen. Doch gegen den Verkehr haben sie keine Chance. Die Sonnen liebenden Echsen sitzen gerne auf den Asphaltstrassen und sonnen sich, auf diese Weise werden (so schätzt man) ca. 20.000 Tiere überfahren. Ein großer Eisvogel ("Lachender Hans" / Dacelo gigas), der von den Australiern "Kookaburra" genannt wird, ist ein Potenzieller Jäger von Bartagamen (Zwinenberg (1977)).





Besonderheiten des Körperbaus:

Da alle acht Arten der Bartagamen tagaktive Reptilien sind, müssen sie sich auf ihre Augen verlassen können. Sie können sehr gut sehen, deshalb reagieren sie auch viel eher auf bewegte als auf regungslose Objekte. Sie sind in der Lage ihre Beute, Artgenossen sowie ihre Feinde aus großer Entfernung auszumachen. Sie benutzen das Jacobsonsches Organ kaum, obwohl sie es besitzen. Die Pogona ist in der Lage Farben zu unterscheiden, dass soll jetzt aber nicht heißen, dass sie sämtliche Farben erkennen, doch mit Sicherheit aber Schwarz, Grau, Weiß, Gelb, Grün und Rot. Wenn eine Bartagame gestreichelt wird und die Augen dabei schließt, bedeutet das nicht, dass sie sich Wohl fühlt, sondern es ist ein Schutzmechanismus. Der Gehörsinn ist bei den Bartagamen nicht so leistungsfähig. Mit den deutlich sichtbaren Ohröffnungen kann sie niedrige Töne besser wahrnehmen als hohe. Den Bartagamen fehlt die Fähigkeit der Autotomie, sie können also mit Hilfe eines Sollbruchstelle den Schwanz nicht abwerfen, wie z. B. Eidechsen! Die Agamen haben die Fähigkeit ihre Farbe zu ändern, aber nicht so wie bei Chamäleons. Pogona kann heller und dunkler werden, die Verschiedenen "Farben" nutzt sie als Thermoregulierung und als soziale Interaktion.


База данных защищена авторским правом ©shkola.of.by 2016
звярнуцца да адміністрацыі

    Галоўная старонка