Eingeständnis von Schuld, Angst und Not Gebete, Kyrie und Zuspruch




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Eingeständnis von Schuld, Angst und Not - Gebete, Kyrie und Zuspruch

Allgemein


L Wer bin ich? Wo stehe ich? Auf solche

Fragen suchen wir Antwort.

G „Kyrie eleison“ (RG 193-200)

L In einer Welt, wo Menschenleben gering geachtet werden, wo gewachsene Bindungen zerbrechen, wo Unfähigkeit der Menschen die brennenden Lebensfragen ungelöst sein lässt, schauen wir auf dich,

ewiger Gott, ob Du uns antwortest.

G „Kyrie eleison“

L Als verzagte und mutlose, schuldbeladene und verängstigte, stolze und übermütige Menschen kommen wir zu dir, Gott, weil wir aus deinem richtenden Wort Orientierung brauchen, weil und die Wahrheit unserer Schuld und die Wahrheit deiner

Gnade deutlich werden muss.

G „Kyrie eleison“
aus: Liturgie, Band V, Bern 2000, S. 101-107

***
Nahrung suchen wir

in Arbeit, Familie und

unseren Beziehungen –

und bleiben doch hungrig.

Sättigung

suchen wir,

Fülle, die bleibt.

Doch wir ahnen

die Leere

nach mancher Erfüllung.

In aller Stille

lasst uns Gott sagen,

was uns beschämt,

was uns belastet:

...


Gott, vergib,

dass wir oft vergeblich suchen,

was wir ohne dich

nicht finden.


***
Bekenntnis zur Unvollkommenheit

Orgel/Piano spielt 1x RG 195 oder Rise up 021

Vor dich, Gott, bringen wir, was uns belastet und bedrückt. Was wir gerne tun würden - und es nicht vermögen.

Wie wir gerne wären - und es nicht sind.

RG 195 oder Rise up 021

Wir wären gerne großzügig:

- mit unserem Besitz,

- mit unserer Zeit,

- mit unserem Mitgefühl.

Doch dann sind wir geizig

und behalten lieber alles für uns.

RG 195 oder Rise up 021

Wir wären gerne verschwenderisch:

- mit unserer Liebe,

- mit unserer Aufmerksamkeit,

- mit unserem Lob.

Doch dann bleiben wir verschlossen

und halten es zurück.

RG 195 oder Rise up 021

Wir wären gerne beweglich:

- in unseren Ansichten,

- in unseren Gewohnheiten,

- in unserem Verhalten.

Doch dann stecken wir fest im Vertrauten und bringen keine Kraft auf für Veränderung.
RG 195 oder Rise up 021


Zuspruch


Gott, du nimmst dich unser an,

mit unserer Begrenztheit und Schwäche,

mit dem, was wir können und vermögen.

Du stellst unsere Füße auf weiten Raum.

Du weist uns neue Wege.

Du schenkst Frieden in das Auf und Ab unseres Lebens.

Bist Quelle, aus der wir trinken.

Bist Licht, das Nebelschleier aufreisst.

Dafür danken wir dir, dafür loben wir dich

durch Christus, im Heiligen Geist.

evtl. Rise up 027 Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt


***

Kyriegebet


Du liebender und gerechter Gott,

nach deinem Willen dürfen wir gemeinsam in der Schöpfung leben. Doch wir nehmen manchmal nicht wahr, was um uns herum geschieht. Wir schotten uns ab vor dem Leiden anderer, wir haben Angst darüber unser Gleichgewicht, unsere Fröhlichkeit oder sogar den Glauben zu verlieren.

Hilf uns, dass wir uns füreinander öffnen können und einander helfen, die Lasten des Lebens zu tragen. Lass uns das Maß der Kräfte erkennen, das du uns geschenkt hast.

Wir rufen zu dir, Gott erbarme dich.



Zuspruch


Gott lässt sich durch unser Tun und Treiben nicht beirren. Gott lädt uns aufs Neue ein:

Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Weil Gott uns stärkt, singen wir: ...

***


Kyrie-Litanei


Wie oft sind wir müde und ausgelaugt, von dem, was jeder Tag verlangt, erst recht wenn wir an Grenzen kommen. Wie schnell fühlen wir uns von Ansprüchen überfor­dert. Wie leicht sind wir entmutigt, weil so viel Unwäg­bares auf uns zukommt. Wir brauchen einen Platz zum Atemholen. Wir brauchen das umsonst Geschenkte. Wir brau-

chen das Fest und brauchen Befreiung.



Kyrie

Wie häufig fühlen wir uns leer und unerfüllt. Wie schnell kann das schal und fade werden, was uns einst erstrebenswert schien. Wie mächtig sind Hunger und Durst und bestimmen unser Leben. Wir brauchen, was uns wirklich nährt. Wir brauchen den Ge­schmack der Ewigkeit. Wir brauchen

das Fest und brauchen blei­ben­den Halt. Wir rufen:

Kyrie

Wie sehr sind wir in uns selbst verstrickt und verschlossen für andere. Wir schnell fühlen wir uns verlassen, missach­tet, abgelehnt, bedroht. Wie leicht kann all unser Mühen so ganz vergeblich sein. Wir brauchen Gemeinschaft und tragende Liebe. Wir brauchen Annahme ohne Vorbehalt. Wir brauchen das Fest und brauchen die

Freude. Wir rufen:

Kyrie
***

Zuspruch

Nichts soll dich ängstigen,

nichts dich erschrecken.

Der Herr, dein Gott, kennt deine Ängste,

deine Verschlossenheit.

Er kennt auch deine Sehnsucht,

dein Verlangen nach Offenheit und nach Heilung.

Er wartet darauf, dass er uns mit seiner Gnade beschenken kann,

Gott spricht:

Lass dir an meiner Gnade genügen,

nimm mein Geschenk an.

Meine Gnade sei dir Heilung,

meine Gnade sei dir rettende Zusage,

dass ich dich gefunden und angenommen habe

– mit deiner Schuld, wie groß sie auch sei.

***



Gebet und Schuldbekenntnis

in der Passionszeit

Zähle mich, o Gott,

zu Deiner Last.

Zu oft fällt mein Versagen

Deiner Liebe ins Wort.

Zähle mich, o Gott, zu denen,

die Dich herunterziehen

in ihre ungelösten Probleme.

Zähle mich, o Gott,

zu den Herausforderern

Deiner Liebe.
Bernhard Meuser, Am Ende des Tages, Schwabenverlag Ostfildern 19962
***

Gebete


Wir kommen zu dir, Gott, aus all unserer Unruhe,

mit so vielen Gedanken, die wir uns machen über das Leben und unsere Welt.

Wir kommen zu dir mit unseren Sorgen und Ängsten, mit Sehnsucht und Hoffnung.

Hier ist ein Ort der Stille.

Hier sind Menschen vor uns getröstet und ermutigt worden.

So finden auch wir uns ein, legen ab, was uns Unruhe macht und auf uns lastet.

Hier dürfen wir aufatmen und vertrauen darauf, dass du, Gott, uns nahe bist.

 

Evangelisches Gottesdienstbuch, Berlin 3. Aufl. 2003, S. 497


***

Wir kommen zu dir, Gott, aus dem Alltag in die Feier, mit guten Gedanken, mit Erwartungen und auch friedlos im Herzen, wir kommen mit unseren Sorgen und Ängsten, mit Sehnsucht und Hoffnungen.An diesem Ort bist du, Gott, nahe, inmitten unserer Welt.

Wir wollen aufatmen in deinem Frieden. Du bringst zusammen, was in uns getrennt ist; du sagst das Wort, das uns gut tut und Mut macht - für diesen Tag, für jeden Tag. Gib uns in der Zeit Anteil an den Gaben, die in Ewigkeit bleiben.
Gottesdienstbuch, S. 499
***
Wir danken dir, Herr, dass du kein stummer Gott bist, sondern mit uns redest.

Wir danken dir, dass du kein verborgener Gott bist, sondern als Mensch unter Menschen bei uns warst und bei uns bleiben willst.

Wir danken dir, dass du kein tauber Gott bist,

sondern von uns hören willst, was uns Freude und was uns Kummer macht, was wir uns wünschen und wovor wir uns fürchten.

Gottesdienstbuch, S. 535
***
Wir sind zu dir gekommen, Gott, mit dem, was uns freut, und mit dem, was uns Angst macht. Wir sind gekommen mit unserem Dank, mit unseren Sorgen und auch mit dem Dunkel, das in uns ist.

Wir bitten dich: Sprich zu uns in deinem helfenden Wort, erleuchte unsere Herzen, damit dieser Gottesdienst hineinwirkt in unser Leben, in unseren Alltag, in unsere Familien, in unsere ganze Gemeinde.

  Gottesdienstbuch, S. 534
***
Herr, Jesus Christus, du hast gesagt:

Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Wir danken dir für deine Zusage und bitten dich:

Erfülle sie jetzt an uns. Lass uns erfahren, dass du bei uns bist - als unser Bruder, der uns begleitet, als unser Erlöser, der uns befreit, als unser Herr, dem wir gehören.In deinem Wort [und Mahl] sei nun in unserer Mitte mit deiner Liebe und Güte, mit deinem Trost und deiner Kraft.

Rede, Herr. Lass uns stille sein und hören, was du uns zu sagen hast.

Gottesdienstbuch, S. 537

***


Eingeständnisse von Schuld, Not und Angst
Herr, wenn du uns von unserer Schuld frei machst

und unser Herz fährt fort, sich schuldig zu fühlen,

vergib uns.

Herr, wenn du die Tür unserer Gefängnisse aufmachst und wir versuchen weiter, ihre Mauern

abzureissen, vergib uns.

Herr, wenn du uns zum Leben aus deiner Gnade rufst und wir brüten weiter über unsere gelöschten Fehlern, vergib uns.


Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991


***
„Herr, wann haben wir dich hungern sehen?“

Ich hungerte und ihr umrundetet den Mond.

Ich hungerte

und ihr habt eine Kommission gegründet.

Ich hungerte

und ihr habt mir gesagt: warte.

Ich hungerte und ihr habt mich vertröstet: „Wir

müssen zuerst die Rechnungen zahlen.“

Ich hungerte und ihr habt entgegnet: „Gesetz und

Ordnung vor allem.“

Ich hungerte und ihr habt mir gesagt:

„Für solche Arbeit gibt es jetzt Maschinen.“

Ich hungerte und ihr habt mir gesagt:

„Meine Vorfahren hatten auch Hunger.“

Ich hungerte und ihr habt mir gesagt:

„Keine Anstellung für über 55jährige.“


Ich hungerte und ihr habt mir gesagt:

„Tut mir leid, kommt morgen wieder.“

Ich hungerte

und ihr habt mir gesagt: „Gott helfe euch.“


Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991


***
was schön war und nicht schön

dir leg ich’s hin herr

damit schön bleibe was schön

damit schön werde was nicht schön.

Rudolf Bohren
O Gott

Deine Freude strahlt auf in der Schöpfung

und wir sehen sie nicht.

Dein Sohn kommt zu uns

und wir empfangen ihn nicht.

Deinen Geist hauchst du in uns

und wir hören ihn nicht.

Du sprichst zu uns

und wir geben keine Antwort.

Du liebst uns

und daraus entsteht kein Fest.

Du rettest uns

und wir beachten es nicht.

Hier stehen wir jetzt vor dir

so wie wir sind.

Hilf uns, deine Vergebung zu empfangen.


Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991 nach P. Griolet, « Tu viens nous rassembler »


***

Zuspruch der Vergebung

Wort des Herrn an sein Volk:

Kann eine Frau ihr Kind vergessen, das sie ernährt eine Mutter den Spross, den sie getragen hat? Und wenn sie es vergisst, ich vergesse dich nicht: ich habe deinen Namen eingezeichnet in meine Handfläche.

Vertraue auf den Herrn, denn er ist gut...

Er wird dich frei machen von aller Schuld.
Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991 ; Jes 49, 15-16a ; Ps 130, 7-8

Steht auf, öffnet eure Herzen:

Der Herr sagt uns:

Ich liebe euch seit je,

ihr wart noch nicht geboren

und schon liebte ich euch.

Ich bin lebendig und ihr lebt,

Ich bin Retter und ihr seid gerettet.

Ihr seid für immer mir.

Halleluja!
Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991


In unserer immer gegenwärtigen Schwachheit,

in unseren Zweifeln von heute,

in unseren Verfehlungen jeden Tages

leuchtet hell die Vergebung Gottes

Lasst uns leben als Männer und Frauen

denen vergeben ist.


Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991


Heiliger Gott, deinen Bund hast du mit uns geschlossen. Dennoch haben wir gelebt, ohne dir zu antworten.
Stille

Wir haben Entscheidungen gefällt, ohne nach dir zu fragen. Wir waren in Not und haben nichts von dir erwartet.

Stille

Du hast Worte des ewigen Lebens für uns,

wir haben leere Worte in den Mund genommen.

Stille

Wir haben Hilfe erfahren und nicht dafür gedankt.

Wir sind an dir schuldig geworden.

Stille

Vergib uns unsere Sünde, Gott, und schenke uns einen neuen Anfang.



So spricht Gott, der Herr:

Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen,

und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen,

spricht der Herr, dein Erbarmer.

Jes 54,1
***


Ostern

Ostern – neues Leben,

Hoffnung

die lebendig macht.

So feiern wir.
Ostern –

Aufbruch aus dem

was festhält,

woran wir festhalten,

erfrischender Glanz im Alltag.

So sind unsere Wünsche.


Ostern –

ein Aufreissen

der Wolken

am Himmel des Lebens

so ist unser Leben.
Wie kann es anders werden?

Was machen wir falsch?

Wie kann Ostern werden

bei uns?
Lasst uns still werden

vor Gott

und ihm bekennen,

was uns drückt:

...
Dein Leben suchen wir

und deine Liebe, Gott.

Vergib, was uns bedrückt und trennt.


Und schenke uns neues Leben

wie Jesus, deinem Sohn,

unserer Hoffnung.
***

Ostern feiern

danken, loben und singen,

Auferstehung feiern, neues Leben –

wie sehr wir uns danach sehnen.
Lasten abwerfen können,

loswerden, was uns drückt und festhält

befreit sein von Schuld und Angst.
Lasst uns Gott bringen

in aller Stille,

was uns hindert,

woran wir festhalten,

was uns belastet:

...
Deine Vergebung

erbitten wir, Gott,

jetzt für uns.

Dein Leben

ersehnen wir,

hier unter uns.
Deine Liebe

feiern wir

zu uns und zu allen

heute und jeden neuen Tag

durch Christus,

den Lebendigen,

unsere Hoffnung!
***

Lebendiger Gott, wir handeln, wir lieben, wir denken, wie wenn Jesus nicht wirklich auferstanden wäre;

wir leben wie wenn er uns nicht wirklich befreit hätte von dem, was uns belastet.
Lebendiger Gott, wir anerkennen vor dir, dass wir nicht vor Freude überlaufen, wenn wir die Auferstehung deines Sohnes feiern.

Zu oft ziehen wir unsere Erfolge seinem Sieg vor.


Lebendiger Gott, du kannst unsere Herzen verwandeln; durch die Kraft deines auferstandenen Sohnes, mache aus uns neue Kreaturen, die lieben und dienen können.
Verwandle uns nach dem Bild deines Sohnes Jesus Christus. Schenk uns die Freude deines Lebens.
Aus: Textes liturgiques de l’Eglise évangélique réformée

du Canton de Vaud 1991 d’après Rhône-Alpes CDP 16

Versöhnungsgebet von Coventry


Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes,

den sie bei Gott haben sollten. Darum beten wir:


Den Hass, der Rasse von Rasse trennt,

Volk von Volk, Klasse von Klasse:

Ewiger vergib.
Das habsüchtige Streben der Menschen

und Völker, zu besitzen, was nicht ihr eigen ist:

Ewiger vergib.
Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen

ausnutzt und die Erde verwüstet:

Ewiger vergib.
Unseren Neid auf das Wohlergehen

und Glück der anderen:

Ewiger vergib.
Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der

Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge:

Ewiger vergib.
Die Sucht nach dem Rausch, der Leib

und Leben zugrunde richtet:

Ewiger vergib.
Den Hochmut, der uns verleitet,

auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott:

Ewiger vergib.
Seid untereinander freundlich, herzlich und

vergebt einer dem anderen, gleichwie Gott



euch vergeben hat in Christus.



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