Eine reiche geizige Frau kommt zu einem weisen Rabbi und klagt ihm ihr Leid




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Der Spiegel

Eine reiche geizige Frau kommt zu einem weisen Rabbi und klagt ihm ihr Leid.

Ich kann nicht schlafen. Ich bin immer nervös und ich habe Angst. Ich habe keine Freunde und niemand liebt mich. Ich bin einsam und allein.“
Der Rabbi führt sie ans Fenster und sagt zu ihr:

Schau hinaus und erzähl mir, was Du siehst!“


Ich sehe Menschen auf der Straße“, antwortet

die reiche Frau.


Dann führt der Rabbi sie zu einem Spiegel.

Schau in den Spiegel“, sagt er, „und sag mir, was Du siehst!“


Ich sehe mich selbst“, antwortet die geizige Frau.
Verstehst Du?“ sagt der Rabbi:
Das Fenster ist aus Glas und

der Spiegel ist auch aus Glas.

Aber hinten auf dem Glas des Spiegels ist ein wenig Silber.

Merke!

Kommt nur ein wenig Silber dazu,

dann hörst du auf, andere Menschen zu sehen,

dann siehst du nur noch dich selbst.“


Der Spiegel
Setzen Sie das passende Personalpronomen

im richtigen Fall (Dativ, Akkusativ) ein.


Eine reiche geizige Frau kommt zu einem weisen Rabbi und klagt ____ (er) ihr Leid.


Ich kann nicht schlafen. Ich bin immer nervös und ich habe Angst. Ich habe keine Freunde und niemand liebt _____ (ich). Ich bin einsam und allein.“
Der Rabbi führt sie ans Fenster und sagt zu ____ (sie):

Schau hinaus und erzähl _____(ich), was Du siehst!“


Ich sehe Menschen auf der Straße“, antwortet

die reiche Frau.


Dann führt der Rabbi _____ (sie) zu einem Spiegel.

Schau in den Spiegel“, sagt er, „und sag _____ (ich), was Du siehst!“


Ich sehe _____ (ich) selbst“, antwortet die geizige Frau.
Verstehst Du?“ sagt der Rabbi:
Das Fenster ist aus Glas und

der Spiegel ist auch aus Glas.

Aber hinten auf dem Glas des Spiegels ist ein wenig Silber.

Merke!

Kommt nur ein wenig Silber dazu,

dann hörst du auf, andere Menschen zu sehen,

dann siehst du nur noch _____ (du) selbst.“
Hinweise für die Erarbeitung – Was mache ich üblicherweise?


  1. Ich spreche und spiele den Text einmal langsam vor.

Da der Text sehr einfach und logisch aufgebaut ist, verwende ich ihn sehr früh, z.B. um Ortsangaben (Präpositionen) zu üben.

  1. Wortschatz:

Beginnend mit „Der Spiegel, das Fenster ist aus Glas“ mache einen Exkurs in die Materialien und Stoffe (Metall, Stein, Plastik, Holz, Papier, Beton… etc. Der Tisch? Der ist aus Holz. Und das Regal? Das ist auch aus Holz. usf.)

Unterschied zwischen „schauen“ und „sehen“ exemplifizieren. Adjektive und Wortfelder (einsam, allein, traurig, depressiv, … - glücklich, fröhlich, …., geizig, freigiebig, reich, arm, usf.)

Wortfamilie „führen“: r Führerschein, r Bergführer, r Führer (Hitler), s Anführungszeichen, e Aufführung (Theater), r Abführtee, ….. > jemanden verführen / entführen, etwas ausführen (Bauwerk nach Plan), usf.

Wiederholung: hinaus, hin-, her-, (mit möglichen Zusätzen)

zu“: 1. zu in der Bedeutung von „zum Arzt gehen“ „Er sagt zu ihr.“ (Richtung)

. 2. zu in der Bedeutung von „zu viel“



3. zu in der Bedeutung von „Mach bitte das Fenster zu! Es ist zu.“

4. zu ohne Bedeutung als Verbindung zwischen zwei Verben

„Ich beginne zu verstehen / zu arbeiten.“


  1. Diskussion:

Leitfragen: Was wollte der Rabbis sagen? Was ist das Problem der Frau? Warum ist sie einsam und allein? Was soll sie tun? Weiterführende Fragen: Ist man ohne Geld glücklicher? Sind alle Reichen, Geizigen unglücklich? (Soziale Armut, Ungleichheit, Ungerechtigkeit, Entwicklungshilfe, Bettler auf der Straße, Wirtschaftskrise, etc. )

  1. Lesetraining:

Kurz einzeln lesen lassen, dann mit verteilten Rollen: Erzähler, Rabbi, Frau

  1. Diktat:

Die ersten Wehklagen der Frau diktieren = zweimal vorsprechen, dann die Kurzsätze aus dem Gedächtnis niederschreiben lassen: „Ich kann nicht schlafen.“ usf.

  1. Wiederholung zu einem späteren Zeitpunkt



Kurzer Lesetext im Präsens mit Personalpronomen im Dativ und Akkusativ / Präpositionen




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