Aus zwei Seelen wird eine“




Дата канвертавання22.04.2016
Памер106.87 Kb.


Aus zwei Seelen wird eine“

Wintersemester 2008 / 2009



Von: Stephanie Gruber (0760386) und Simone Dragy (0760669)

LV: 180.079 Medien- und Rezeptionsforschung

Leiter: Mag. Bettina Pirker

Datum: 23. Februar 2009

Ehrenwörtliche Erklärung
Wir erklären ehrenwörtlich, dass wir die vorliegende wissenschaftliche Arbeit selbstständig

angefertigt und die mit ihr unmittelbar verbundenen Tätigkeiten selbst erbracht haben. Wir erklären weiter, dass wir keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt haben. Alle aus gedruckten, ungedruckten oder dem Internet im Wortlaut oder im wesentlichen Inhalt übernommenen Formulierungen und Konzepte sind gemäß den Regeln für wissenschaftliche Arbeiten zitiert und durch Fußnoten bzw. durch andere genaue Quellenangaben gekennzeichnet. Die während des Arbeitsvorganges gewährte Unterstützung einschließlich signifikanter Betreuungshinweise ist vollständig angegeben.

Die wissenschaftliche Arbeit ist noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt worden.

Diese Arbeit wurde in gedruckter und elektronischer Form abgegeben. Wir bestätigen, dass der Inhalt der digitalen Version vollständig mit dem der gedruckten Version übereinstimmt.

Wir sind uns bewusst, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird.

Unterschrift der Verfasser:



………………………………..

Stephanie Gruber



………………………………..

Simone Dragy

Datum: 23. Februar 2009

Inhaltsverzeichnis




Inhaltsverzeichnis 3

Einleitung 4

Fragestellung und methodische Vorgangsweise 6

Anna Polauke und Jonas Broda – Wer sind sie eigentlich? 6

Analyse des Medienbeispiels 9

Kapitel 100 9

Make-Up 10

Kameraführung 11

Licht 12

Sound 12


Fragestellung und methodische Vorgangsweise 14

Bedeutung von Telenovelas für Kinder 15

Analyse des Medienbeispiels 18

Familiärer Hintergrund 18

Auswertung der Interviews 19

Fazit 22


Quellenverzeichnis 23

Stichwortverzeichnis 28



Anhang

Einleitung


Der Inhalt unserer (Stephanie Gruber und Simone Dragy) Arbeit beschäftigt sich mit der Telenovela „Anna und die Liebe“, insbesondere mit der Paarbeziehung zwischen Anna und Jonas.

Ausgehend von dieser Telenovela haben wir versucht, eine Medienanalyse und eine qualitative Rezeptionsstudie durchzuführen. Als Hilfsmittel bei der Medienanalyse von Stephanie Gruber, haben sie besonders die Texte von John Fiske bei der Analysenarbeit unterstützt. Dabei ist sie besonders auf die Bedeutung der medialen Darstellungsweise in Bezug auf die Beziehung zwischen Anna und Jonas eingegangen.

Passend zur Medienanalyse wurde dann auch eine qualitative Rezeptionsstudie von Simone Dragy durchgeführt. Dabei hat sie versucht, in wie weit sich die Wunschvorstellungen über den Ausgang der Beziehung zwischen Anna und Jonas innerhalb einer Familie unterscheiden, zu analysieren. Als Hilfsmittel haben sie besonders die Texte von Mikos und Wegener und das Buch über die Forschungsmethoden und Evaluation für Human-und Sozialwissenschaftler sehr unterstützt.

Das Thema haben wir aus dem Grund gewählt, da wir beide begeisterte Zuseher der Telenovela sind. Stephanie hat sich für eine Medienanalyse entschieden, da sie es interessanter fand, die verschiedenen Methoden, die in der Mediendarstellung verwendet werden, zu analysieren.

Im Gegensatz dazu hat sich Simone Dragy für eine qualitative Rezeptionsstudie, da sie die Art und Weise wie Menschen die Medien reflektieren schon immer interessant fand. Mit einer Rezeptionsstudie konnte sich Simone eher identifizieren.

Stephanie Gruber (0760386)




Fragestellung und methodische Vorgangsweise


„Welche Bedeutungen werden aufgrund der medialen Darstellungsweise im Bezug auf die Beziehung zwischen Anna und Jonas vorgegeben?“.

Durch die Verwendung der verschiedenen „Codes of Television“ wie zB. Kleidung, Auftreten, Sprache, Umfeld, Gestik, Sound, Licht, Kamera und Schnitt werde ich versuchen, die Darstellungsweise im Bezug auf die Beziehung zwischen Anna und Jonas zu untersuchen.


Anna Polauke und Jonas Broda – Wer sind sie eigentlich?


Anna Polauke und Jonas Broda sind die zwei Hauptdarsteller meines Medienbeispiels in der neuen Telenovela „Anna und die Liebe“, welche ich jetzt kurz beschreiben möchte.

Roy Peter Link, ehemals "Roy Peter Marino" (Künstlername) alias Jonas Broda wurde am 9. Juni 1982 in Köln geboren und wuchs in Ahaus auf. Ohne ein ausgebildeter Schauspieler zu sein, bekam er seine erste Fernsehrolle als Jochen in Bravo-TV. Nach einigen weitern Rollen bekam er die männliche Hauptrolle an der Seite von Jeanette Biedermann in der neuen Telenovela Anna und die Liebe, die seit 25. August 2008 täglich im Vorabendprogramm auf SAT 1. 1 und ORF 1 ausgestrahlt wird1.


Die Hauptdarstellerin, Jeanette Biedermann alias Anna Polauke wurde am 21. Februar 1981 in Berlin als Tochter von Bernd und Marion geboren. Berühmt wurde Jeannette Biedermann nicht als Schauspielerin sondern als Sängerin wo sie auch den „Bild-Schlagerwettbewerb“ mit dem Lied „Er gehört zu mir“ gewonnen hat.

1992 bekam sie dann eine Rolle in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ wobei sich Jeanette Biedermann ab 2004 nicht mehr dem schauspielern sondern nur mehr der Musik widmete.

Ab 25. August 2008 spielt Jeanette in der neuen Telenovela „Anna und die Liebe“ als Anna Polauke2.

Hier ein paar einleitende Worte aus dem Text „Das Paar“ von Konrad Thomas:

Manche Menschen bilden Zweierbeziehungen, manche aber auch nicht.

“Aus zwei Seelen wird eine”

Wenn sich zwei Menschen zusammen tun, so bedeutet dies im allgemeinsten Sinn - als erstes Lustgewinn. Das Paar schafft einen Binnenraum der Vertrautheit, der Intimität durch Abgrenzung nach außen. Auch das Innere des Menschen kann sich im Schutz des Zweier-Bündnisses leichter öffnen.

Diese Verschmelzung der beiden Identitäten verbirgt jedoch ein Problem. Denn es besteht die Möglichkeit, dass im Wir-Erleben das Ich-Erleben geschwächt wird, und dann die individuelle Identität verschwindet3.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass es gerade die Intensität einer Beziehung ist, die sich in ihr Gegenteil verkehren kann: Die zerstrittenen Freunde, die Verkehrung von Liebe in Hass. Solche Feindschaft und solcher Hass können nur aufkommen, wenn die Beteiligten keine Chance sehen, eine fundamentale Bindung aufzugeben.

Diesen Text habe ich ausgewählt, da er besonders gut zu meinem Medienbeispiel „Anna und die Liebe“ passt.

Denn wie ein Sprichwort besagt, was sich liebt, das neckt sich.

Analyse des Medienbeispiels


Für meine Analyse habe ich das Kapitel 100 gewählt, nämlich aus diesem Grund, da sich hier Anna und Jonas zum ersten Mal küssten.

Folgendes Kapitel möchte ich nun anhand der „Codes of Television“ von John Fiske analysieren:


Kapitel 100


4

Beginnen möchte ich mit der Darstellung der ersten Hauptdarstellerin Anna Polauke. Nach außen hin wirkt Anna wie eine starke Frau, die ihr Leben fest im Griff hat und ihre Entscheidungen selbst trifft. Aber leider wirkt sie nur so, denn wenn es darum geht, Entscheidungen in der Agentur oder gegenüber anderen Leuten zu treffen, verschlägt es ihr komplett die Sprache. Anna ist zwar ein Talent aber leider kann sie ihr Wissen gegenüber Anderen nicht übermitteln. Schon alleine das Auftreten kann uns einiges über sie verraten. Angefangen an ihrem Kleidungsstil, schon hier hat mein einiges auszusetzen – sie ist einfach nicht passend für eine Agentur gekleidet.

Anna wird in den ganzen Serien hindurch als „graue Maus“ bezeichnet, obwohl sie immer allen alles recht machen will. Sie wird immer und überall als Verlierer dargestellt.

Der zweite Hauptdarsteller, Jonas Broda hingegen ist Sohn einer reichen Familie und wird immer als Gewinner dargestellt. Er ist nicht nur perfekt gekleidet, sondern sieht auch noch gut aus. Da er ja Chef der Agentur Broda & Broda ist, ist er auch finanziell gut versorgt und wirkt auch durchwegs sehr selbstsicher. Auch hier kann uns das Auftreten und Aussehen von Jonas sehr viel über ihn selbst verraten.

Ich denke, es wird dem Zuschauer das Bild der schwachen Frau präsentiert, die sich in der Agentur behaupten will, wie man sieht, dabei aber scheitert.

Make-Up


Wie man bei Anna Polauke erkennen kann, ist sie in jeder Folge eher dezent geschminkt – im Gegenteil zu ihrer Halbschwester. Sie trägt nur wenig Wimperntusche und einen ganz hellen Lidschatten. Das einzige, was mir bei ihr immer auffällt ist, dass sie ihre Lippen mit einem farblosen Lipgloss streicht. Manchmal trägt sie auch als Aufputz aufgeklebte Fingernägel.

Bei Jonas Broda fällt mir auf, dass er seinen Bart immer verschieden trägt – einmal ist er länger (3-Tagesbart) und in der nächsten Szene ist der Bart fast nicht zu erkennen wie auch auf der Insel, wo der erste Kuss mit Anna passierte.

Auch bei ihm merkt man, dass er immer dezent geschminkt ist – er trägt sehr wenig Make-Up.

Hier verwendete ich die „social codes“ von John Fiske.

Für John Fiske gehören Elemente wie Kameraführung, Licht, Schnitt oder auch Sound in die Kategorie der „technical codes“.

Ein paar dieser Elemente möchte ich nun näher analysieren:


Kameraführung


Bei der Kameraführung möchte ich auch schon mit der Vorgeschichte (Streit, wer mit wem zum Arzt geht um Hilfe für Katja und Jannick zu holen und der Spaziergang am Strand entlang) beginnen, bis es dann schließlich und endlich zum ersten Kuss von Anna und Jonas kommt, analysieren.

Nach dem Streit, entschied sich dann doch Jonas dafür, zum Arzt zu gehen um Hilfe für Katja und Jannick zu holen. Hier wurde dann besonders auf den Gesichtsausdruck von Anna geachtet, die nicht gerade begeistert war Jonas alleine Hilfe holen zu lassen. Anhand der Nahaufnahme wurden die Emotionen und die Gedanken die sich in Annas Kopf abspielten, für die Rezipienten sehr gut ersichtlich. Als dann Anna beschließt, Jonas zu folgen und ihn auch am Strand trifft kamen sie sofort ins Gespräch und hatten dabei auch sehr viel Spaß. Die Position der Kamera wechselt dabei sehr oft. Auf der einen Seite werden Jonas und Anna eingeblendet, auf der anderen Seite nur das Meer und der Strand alleine. Auch Jannick wartet verzweifelt bis Anna zurückkommt. Wurde Jannick deshalb länger eingeblendet um seine Reaktionen einzuschätzen?

Die zwei Hauptdarsteller, Anna und Jonas werden beim Spaziergang am Strand immer von der Nähe eingeblendet, wobei das Hauptaugenmerk wieder auf das Gesicht und die Körperhaltung gerichtet wurde.

Schließlich und endlich kommt es dann zum Ersten Kuss der beiden. Natürlich stand dabei nur das Gesicht der Beiden im Mittelpunkt. Dies stellt sicherlich eine romantische Situation dar, denn alles geschah am helllichten Tag, am Strand und dahinter das blaue Meer.

In der Telenovela gibt es einige Liebespaare, aber keine Kussszene wurde so intensiv behandelt wie die von Anna und Jonas. Ich denke, es ist sicher so, da Anna Polauke (Jeanette Biedermann) und Jonas Broda (Roy Peter Link) die Hauptfiguren der Telenovela sind.

Licht


Das Licht ist vom Beginn des Streites bis zum krönenden Abschluss, dem ersten Kuss der Beiden immer gleich. Es ist zwar helllichter Tag aber irgendwie wirkt alles so düster – der Himmel ist bewölkt und es weht starker Wind.

Sound


Der Sound bzw. die Musik ist in der Telenovela immer passend zu den einzelnen Szenen. Wenn es in der Agentur um Anna und Jonas geht, ist die Musik eher romantischer. Auch bei der Kussszene von den Beiden ist das Lied genau passend, auf der einen Seite romantisch und auf der anderen Seite genau getroffen für die einsame Insel.



Simone Dragy (0760669)

Fragestellung und methodische Vorgangsweise


Die Telenovela ist eine spezielle Form der Fernsehserie, die mittlerweile weltweit auf große Akzeptanz gestoßen ist. Sie erzählt meist eine Geschichte aus der Perspektive weiblicher Hauptdarstellerinnen, die in der Ich-Form aus ihren Leben erzählen. Täglich wird ein Kapitel ausgestrahlt, in dem es grundsätzlich um unerfüllte Liebe, Enttäuschung und Trauer geht. Dies führt dazu, dass die Neugierde der Zuseher geweckt wird und diese dazu gebracht werden sollten, wieder einzuschalten. Typisch für eine Telenovela ist, dass sie sich häufig auf klassische Märchenelemente bezieht und dass die Geschichte immer mit einem Happy End abgeschlossen wird. Die Telenovela entwickelt sich auch immer mehr zu einem Familientreffpunkt5. Daher lautet meine Fragestellung, die in dieser Rezeptionsstudie behandelt wird, folgend:

In wie weit unterscheidet sich innerhalb einer Familie die Wunschvorstellung im Bezug auf das zukünftige Verhältnis zwischen Anna und Jonas in der Telenovela „Anna und die Liebe“?

Anhand dieser Fragestellung, versuche ich auf die Wunschvorstellung der einzelnen Mitglieder einer Familie einzugehen und zu erforschen, ob diese durch die elterlichen Erziehungsmaßnahmen und die eigene Lebenserfahrung beeinflusst wird.

Als methodische Vorgangsweise habe ich mich für eine Rezeptionsstudie und für die Anwendung eines qualitativen Interviews entschieden. Bei einer qualitativen Rezeptionsstudie müssen die Grundsätze einer wissenschaftlichen Arbeit berücksichtigt werden. Die Rezeptionsstudie sollte nachvollziehbar, systematisch angelegt und im besten Fall wiederholbar sein. Der Ausgangspunkt für jede Rezeptionsstudie sind die Forschungsfrage bzw. die zu prüfenden Hypothesen, an denen die Untersuchungseinheiten angepasst werden. Die Forschungsfrage bzw. die Hypothesen bestimmen auch welche Zielgruppe befragt wird bzw. wer, wie beobachtet wird.6

Bei einer Rezeptionsstudie müssen laut Mikos und Wegener (2005) folgende Schritte, wie die Beobachtung, Formulierung wissenschaftlicher Fragestellung, Definition, Konkretisierung, Wahl der Untersuchungsmethode, Leitfadenentwicklung, Durchführung der Untersuchung, Codierung und Interpretation durchgeführt und dokumentiert werden. Aufgrund der vielen Formen und unterschiedlichen Verwendung von Begriffen ist es schwer eine einheitliche Übersicht der qualitativen Befragungsverfahren festzulegen.

Schon Lamnek (1995b, S.68) fasste daher die unterschiedlichen Erhebungsverfahren mit dem Überbegriff “qualitatives Interview” zusammen. Lamnek (1995a) beschreibt das qualitative Interview anhand der Prinzipien Offenheit, Forschung als Kommunikation, Prozesscharakter von Forschung und Gegenstand, Reflexivität von Gegenstand und Analyse, Explikation und Flexibilität, wodurch such die Gemeinsamkeiten und Charakteristika des qualitativen Interviews hervorheben7.

Die Offenheit eines qualitativen Interviews zeichnet sich dadurch aus, dass der Befragte nicht als Datenträger gesehen wird, sondern die Funktion eines Experten übernimmt, wobei es ihm freisteht, welche Themen und Aspekte er aufgreift und dadurch die Tiefe des Interviews gewährleistet wird, wodurch eine Analyse des Zusammenhanges vom menschlichen Denken und Handeln möglich wird.8

Bedeutung von Telenovelas für Kinder


Die Geschichten der Telenovelas, in denen es um Leid, Liebe und Intrigen geht, steigern die Begeisterung der Kinder und sind für einige von hoher Bedeutung und fest in ihrem Tagesablauf integriert. Dadurch können die Kinder für einen kurzen Moment der Realität entfliehen, indem sie sich komplett in das Seriengeschehen versetzen. Viele Kinder sind auch der Meinung, sich mit einem der Charaktere identifizieren zu können, die ihr Selbstverständnis und ihre Wunschvorstellungen stark beeinflussen können. Den Kindern wird das Gefühl vermittelt, dass in Telenovelas spannende Erlebnisse und Erfahrungen aufgezeigt werden, die sie auch selbst betreffen könnten9.

Diese aufgenommenen Informationen werden als Wahrnehmungen bezeichnet, welche durch verschiedene Dinge beeinflusst werden können. Dies was wir wahrnehmen, wurde zum größten Teil erlernt oder spiegelt eigene Erfahrungen wieder. Jede Wahrnehmung hängt mit der inneren Einstellung, der Weltanschauung und der charakterlichen Haltung eng zusammen. Die Art und Weise wie Menschen etwas wahrnehmen, ist sehr unterschiedlich. Jeder Mensch hat individuelle Gedächtnisinhalte, Stimmungen und Denkprozesse. Einige Menschen orientieren sich an anderen Sinneseindrücken und Erfahrungen, während andere wiederum eher bildlich denken10.



"Wirklichkeit ist in einer von Massenmedien geprägten Gesellschaft also zunehmend das, was wir über Mediengebrauch als Wirklichkeit konstruieren, dann daran glauben und entsprechend handeln und kommunizieren"11.

Die Mediennutzung wird als aktive und sinnhafte Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen bezeichnet. Medien werden als wesentliches Mittel bei der Arbeit an den persönlichen Entwicklungsaufgaben angesehen. Bei den Jugendlichen steht die Entwicklung der eigenen Identität bzw. Individualität stark im Vordergrund. Laut Schweiger (2007), liefern die Medien dafür ein ideales Erfahrungs- und Erprobungsfeld“12.

Vor allem in der Medienforschung spielt die Frage, wie das Publikum mit Inhalte

umgeht ,eine große Rolle. Unabhängig von der Art der Rezeption, müssen die

wahrgenommenen Informationen vom Rezipienten verarbeitet und strukturiert

werden. Welche Inhalte gemerkt werden, hängt von der Darbietung und dem jeweils

individuellen Zugang des Konsumenten ab. Gerade bei komplexen medialen

Darbietungen stellt sich die Frage, wie sich das Publikum zurechtfindet und wie es

mit der Vielfalt der Informationen umgeht13.

Viele Medienwissenschaftler sind der Annahme, dass kein Medium beim Rezipienten

ohne Wirkung bleibt.

Denn Medieninhalte beeinflussen sowohl die Gefühls- und Denkprozesse als auch

die körperliche Befindlichkeit und können sich mit realen Erfahrungen vermischen.

Medienhalte führen nicht allein zu bestimmten Verhaltensweisen, sie können lediglich

vorhandene Orientierungen und Bereitschaften fördern14.
Ein weitere Medienaneignungsform ist die parsoziale Beziehung zu den Charakteren. Kindern entwickeln eine in ihrer Phantasie existierende Beziehung zu den einzelnen Darstellern und es entstehen dadurch oft Gefühle, die den Kindern in der Realität nicht gegeben sind15.

Die Auswahl der Fernsehserien hängt auch mit der sozialen Schicht und dem Schultyp zusammen16. Weitgehend orientieren sich die Kinder dabei an den Fernsehgewohnheiten der Eltern, da diese eine Vorbildfunktion darstellen17.

Telenovelas entführen Kinder in eine neue Welt, in der ihnen andere noch unbekannte Seiten des Lebens vermittelt werden.

Analyse des Medienbeispiels


Für meine Analyse habe ich die Mitglieder einer Familie einzeln mithilfe der Befragungstechniken eines qualitativen Interviews befragt. Hierbei habe ich versucht, die subjektive Sichtweise von den Akteuren mit vergangenen Ereignissen, Meinungen und Erfahrungen in Verbindung zu bringen und zu erforschen.

Die Besonderheit der Befragung lieg darin, dass der Gesprächsverlauf vom Interviewten gesteuert und gestaltet wurde und die Befragten möglichst ohne Einflussnahme des Interviewers ihre Sichtweise reflektierten18.

Die Befragung fand im Haus der Befragten statt, da eine bekannte Umgebung eine angenehmere Atmosphäre verschafft. Bevor ich mit den Interviews begann, versuchte ich mit ein wenig „Smalltalk“ die Situation zu entschärfen und die Nervosität der Befragten etwas zu vermindern. Ich entschied mich aus dem Grund eine Familie zu befragen, da es mich interessierte, ob die Meinungen und Wunschvorstellungen innerhalb einer Familie variieren und eine Beeinflussung der elterlichen Erziehung aufgrund von Wertvermittlung vorhanden ist19.

Familiärer Hintergrund


Die Familie bestehend, aus 4 Personen, lebt in Eisentratten in einem schönen Einfamilienhaus mit einem Bauernhof. Die beiden Töchter im Alter von 10 und 12 Jahren weisen ein großes Interesse der Mediennutzung auf und haben sich bei den Interviews als sehr schüchtern gezeigt. Die 37–jährige Mutter ist Hausfrau und eine sehr offene, humorvolle und aufgeschlossene Person. Der 33-jährigeVater hingegen ist eher zurückhaltend und die Erlebnisse in seinen früheren Jahren haben ihn sehr geprägt. Er bewirtschaftet den eigenen Bauernhof, den er schon als Jugendlicher im Alter von 14 Jahren aufgrund des Todesfalles seines Vaters übernehmen musste.

Als Ausgleich für den Alltagsstress versammelt sich die ganze Familie am Abend vor dem Fernseher um gemeinsam die Telenovela „Anna und die Liebe“ anzusehen. Aus diesem Grund erwies sich die Familie für meine Rezeptionsstudie als sehr geeignet.

Für „Anna und die Liebe“ habe ich mich entschieden, da ich selbst sehr gerne diese Telenovela verfolge und weil sie ein großes Interesse bei den Mediennutzern aufweist. Die Telenovela erzählt die Geschichte einer „Patchworkfamilie“, die durch Missverständnisse und Probleme sehr stark auf die Probe gestellt wird.

Die Probleme bestehen aus Geschwisterstreitigkeiten, Intrigen am Arbeitsplatz und Konflikte innerhalb einer Partnerschaft und werden sehr realitätsgetreu dargestellt. Das Hauptaugenmerk der Telenovela ist auf die Beziehung zwischen Anna und Jonas gerichtet. Als Chef von Anna und ihrer Halbschwester in der Familienagentur „Broda und Broda“, weckte er als attraktiver und erfolgreicher Geschäftsmann, das Interesse von den Geschwistern.

Anna, die eher als graues Mäuschen auftritt, versucht gegen die Intrigen ihrer starken und selbstbewussten Halbschwester, die selbst Gefühle für Jonas empfindet, anzukämpfen. Um ihre „große Liebe“, die sie in Jonas gefunden hat, auch eines Tages ausleben zu können, wird Anna noch einige Stolpersteine überwinden müssen.

Auswertung der Interviews


Die geführten Einzelinterviews weisen unterschiedliche Ansichten und Meinungen auf. Die beiden Töchter, die sehr schüchtern und zurückhaltend wirkten, sind begeisterte Zuseher der Telenovela. Während des Interviews war die Körperhaltung, der beiden sehr auffällig. Ihre Körperhaltung wies die Merkmale auf, die mit einer Prüfungssituation in der Schule vergleichbar sind.

Für die Töchter spielte vor allem die Umgangsweise mit einem Menschen eine große Rolle. Die Kämpfe zwischen Menschen, die ohne Achtung auf Verluste geführt werden, stoßen bei den zwei Mädchen auf Nicht-Akzeptanz. Die Kinder, die in einem behüteten Familienleben aufwachsen, sind sehr geschockt über diese Haltung. Daher sind beide der Meinung, dass sich die Beziehung zwischen Anna und Jonas nicht vertiefen sollte, da sie sich jemanden wünschen würden, der liebevoll und respektvoll mit ihr umgeht. Somit schreibt die jüngere Generation der Beziehung zwischen Anna und Jannik mehr Bedeutung zu. Die Eltern dagegen sehen diese Situation aus einem anderen Blickwinkel, welcher auch durch die Erfahrungen mitgeprägt worden ist.


Die Mutter, die die prikäre Situation zwischen Anna und Jonas eher locker auffasst, bezieht sich stark auf andere Telenovelas. Aufgrund dieser Medienerfahrung stellt sie eine Vermutung auf , dass sie den Ausgang zwischen der Beziehung von Anna und Jonas schon vorhersehen kann. Sie geht davon aus, dass die beiden am Ende eine glückliche Beziehung führen werden, da dies der „typische“ Ausgang für eine Telenovela ist. Dies ist auch der Grund, warum sie die Telenovela verfolgt, da sie der Meinung ist, dass dies das „gewisse Etwas“ ist. Für sie beinhaltet der Weg, den die beiden beschreiten müssen, bis sie endlich glücklich werden, einen gewissen Reiz. Weiters sind für die Mutter auch die Charaktere und deren Repräsentation sehr wichtig.

Für die Mutter sollte auch das Erscheinungsbild einigermaßen ansprechend sein. Besonders attraktive Männer, verleiten sie dazu, sich vor den Fernseher zu setzen.

Die folgende Aussage der Mutter beschreibt ihre Medienauswahl auf den Punkt: „Gut aussehende Männer und eine Geschichte“ – die perfekte Kombination“.
Schon Stuart Hall definiert Repräsentation als einen Prozess der kommunikativen Konstruktion von Wirklichkeit, in dem durch Sprache und Zeichensysteme Bedeutungen produziert werden. Die Zeichenordnungen errichten dabei eine eigene Objektivität und Materialität.20
Der einzige, der aufgrund der eigenen Lebenserfahrung diese Telenovela verfolgt, ist der Vater. Auch er befand sich in einer ähnlichen Situation, in der er um eine Liebe kämpfen musste. Dies hatte nicht mit der Schüchternheit sondern mit unglücklichen Umständen zu tun. Daher weiß er, wie es ist, wenn man denjenigen, den man liebt, nicht in seine Arme schließen kann. Aus diesem Grund ist seine Wunschvorstellung, dass Anna endlich ihre Schüchternheit überwindet und den Mut aufbringt, ihre Gefühle die sie für Jonas empfindet, endlich gesteht. Dazu ist er der Auffassung, dass die Beziehung, die sie mit Jannik geführt hat, nur eine vorübergehende Lösung gewesen ist und es nur ein verzweifelter Versuch wäre, Jonas eifersüchtig zu machen. Auch wenn es das Familienleben beeinflussen könnte, ist er der Meinung, wenn die Gefühle von beiden Seiten ausgehen, darauf nicht geachtet werden sollte. Auch wenn das Familienleben sehr wichtig ist, sollte die Chance, mit seiner wahren Liebe leben zu dürfen, genutzt werden.
Aufgrund dieser Interviews lässt sich daraus schließen, dass die jüngere Generation bei einer Beziehung sowohl auf die Gefühle, als auch auf den respektvollen Umgang miteinander wert legt. Sie lassen sich somit, nicht nur von Gefühlen leiten, sondern legen auch Wert auf die eigene Wertschätzung. Die ältere Generation hingegen, ist aufgrund der eigenen Lebenserfahrung der Meinung, dass es sich lohnt für die wahre Liebe zu kämpfen. Auch die Medienerfahrung kann die Meinung und Wunschvorstellung der Menschen mitprägen. Dies war zum Beispiel auch bei der Mutter der Fall, da sie eine begeisterte Zuseherin von Telenovelas ist und daher die Vermutung aufstellte, den Ausgang der Telenovela zu wissen.

Meine anfangs gestellte These lässt sich somit nicht mit „Ja“ beantworten, da der Gesamteindruck der Interviews zeigt, dass die Wunschvorstellungen innerhalb einer Familie sehr unterschiedlich sein können. Auch wenn die Eltern eine Vorbildfunktion aufweisen, haben die Kinder ihre eigenen Vorstellungen und Meinungen. Dass sich die Aussagen der beiden Schwestern gleichen, ist nichts Ungewöhnliches.

Denn es ist normal, dass die ältere Schwester einen großen Stellenwert bei ihrer jüngeren Schwester besitzt und dass sich diese auch teilweise bei ihrer Meinungsbildung beeinflussen lässt, da der Zusammenhalt zwischen Geschwistern normalerweise sehr groß ist. Auch die Lebenserfahrung ist ein entscheidender Faktor, der für die Meinungsbildung und Sichtweise einen wesentlichen Anteil trägt. Die Eltern können zwar das Verhalten und die Umgangsform durch die Erziehung mitbestimmen, aber sie können nicht die Gedanken der Kinder beeinflussen. Jeder Mensch ist individuell und ist in der Lage, eigene Erfahrungen zu sammeln und seine eigene Meinung zu bilden.

Fazit


Nun sind wir am Ende unserer Arbeiten angelangt und möchten unsere ersten Eindrücke nochmals kurz zusammenfassen. Besonders aufgefallen ist uns, dass die Beziehung zwischen Anna und Jonas, immer wieder durch Intrigen und Machtkämpfe boykottiert wird. Zur Untermalung der Handlungen wird immer die dazu passende Musik im Hintergrund abgespielt. Werden jedoch Anna und Jonas in einer Szene zusammen dargestellt, unterscheidet sich die Hintergrundmusik stark von den anderen dargestellten Handlungen. Anna die nach außen wie eine starke Frau wirkt, ist in Wahrheit sehr schüchtern und wird als „graue Maus“ dargestellt. Ihr Talent und ihr Können, kann sie aufgrund ihrer Schüchternheit nicht zum Ausdruck bringen. Jonas, Sohn einer reichen Familie wirkt durchwegs sehr selbstsicher. Er ist nicht nur perfekt gekleidet, sondern sieht auch noch gut aus.

Diese gerade erwähnten Kriterien, spielten auch zum Großteil für die Rezipienten eine große Rolle. Besonders die Repräsentation und das Erscheinungsbild der Charaktere war für die Mutter von großer Bedeutung. Auch die Hintergrundmusik spielt dabei sicher eine wesentliche Rolle, da die Beziehung zwischen Anna und Jonas aufgrund der Musikauswahl eher ruhiger , harmonischer und entspannter auf die Rezipienten wirkt, wodurch die Beziehung zwischen Anna und Jonas positiver dargestellt wird.

Trotz allem findet keine Beeinflussung der Mediendarstellung, gegenüber der Vorstellungen und Meinungen der Rezipienten statt. Denn jeder empfindet und interpretiert Medieninhalte auf seine eigene Art. Einige können sich aufgrund der eigenen Lebenserfahrung mit gewissen Handlungen sehr stark identifizieren. Dies machte sich auch bei den Kindern, die sich mit Liebesbeziehungen noch nicht so auseindergesetzt haben, bemerkbar, denn für sie stand der respektvolle Umgang mit den Mitmenschen im Vordergrund. Daher schrieben sie der Beziehung zwischen Anna und Jonas keine große Bedeutung zu und waren der Meinung, dass die beiden getrennte Wege gehen sollten.

Im Großen und Ganzen können die Medien zwar aufgrund verschiedener Hilfsmittel, Denkanstöße geben, wobei jedoch nicht gewährleistet ist, dass die Rezipienten gedankenlos diese übernehmen, da sie diese Darstellungen zwar reflektieren, sich jedoch selbst Meinungen bilden und somit auch andere Bedeutungen den Darstellern und dem Verlauf einer Serie zuweisen.


Quellenverzeichnis


Berger, Peter L. / Luckmann, Thomas: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissensoziologie. Fischer 1997.

Bollhöfer, Björn: Geographien des Fernsehens: Der Kölner Tatort als mediale Verortung kultureller Praktiken 2007.

Döring Nicola, Bortz Jürgen: Forschungsmethoden und Evaluation für Human-und Sozialwissenschaftler, Deutschland,20064.

Fiske, John: Television Culture, London u.a.: Routlege, 1993.

Fleischmann, Marion: TV-Serien,Soaps,Telenovelas. Zur Bedeutung der Formate im Kinderalltag und in öffentlichen Bibliotheken, 2005.
Hobmair, Hermann/Althenthan, Sophia: Pädagogik:Lehr-/fachbuch, 20024.

http://books.google.at/books?id=heNFAPjMe7wC
http://books.google.at/books?id=jaNojPTisrQC
http://books.google.at/books?id=OWvZDPk14QgC&printsec=frontcover&source=gbs_summary_r&cad=0
http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/publikationen/abschlussarbeiten/-ifakabschlussarbeit20060502121423/DA_Fleischmann.pdf
http://lexikon.calsky.com/de/txt/w/wa/wahrnehmung.php
http://www.imdb.com/name/nm0081309/bio
http://www.lerntippsammlung.de/Wahrnehmung.html
http://www.mediamanual.at/-mediamanual/workshop/kommunikation/-semiotisches_labor/labor_a/modul05.php

http://www.monstersandcritics.de/archiv/people.php/Roy_Peter_Link/biographie
http://www.sat1.at/imperia/md/images/anna/Videos/full_episodes/woche021/folge100_180_110_sat1.jpg
Konrad Thomas: Zugehörigkeit und Abgrenzung, Bodenheim, 1997.

Mikos, Lothar / Wegener, Claudia: Qualitative Medienforschung.konstanz: UVK, 2005.

Siegfried, Weischenberg: Journalistik : Theorie und Praxis aktueller Medienkommunikation, Band 2.
Vitouch, Peter / Tinchon, Hans-Jörg: Cognitive Maps und Medien. Formen mentaler Repräsentation bei der Medienwahrnehmung, Frankfurt/M. u.a 19961.
Wolfgang Schweiger: Theorien der Mediennutzung: Eine Einführung, 2007.

Anhang I: Überblick über die Teilnehmer an den Einzelinterviews

Die qualitative Befragung fand im Einfamilienhaus der Teilnehmer in Eisentratten statt.



Forschungsfrage: In wie weit unterscheidet sich innerhalb einer Familie die Wunschvorstellung im Bezug auf das zukünftige Verhältnis zwischen Anna und Jonas in der Telenovela „Anna und die Liebe“?

Familiärer Hintergrund:

Die Mutter ist Hausfrau, der Vater bewirtschaftet den eigenen Bauernhof. Die Familie lebt in einem Einfamilienhaus mit einem dazugehörigen Bauernhof.



Töchter:

  1. Michaela, 10 Jahre, 4. Klasse Volksschule

  2. Alexandra, 12 Jahre, 2 Klasse Hauptschule

Mutter:

Andrea, 37 Jahre, Hausfrau



Vater:

Sepp, 33 Jahre, Landwirt



Genutztes Medium: „Die Telenovela Anna und die Liebe“

Anhang II: Darstellung der Einzelinterviews

Zu Beginn versuchte ich durch ein wenig „Smalltalk“ die Nervosität der Teilnehmer zu nehmen, bevor ich mit den Einzelinterviews, mithilfe eines Aufnahmegerätes begann. Die Durchführung der Interviews erwies sich als sehr schwer, da es auch für mich das erste Mal gewesen ist, wo ich ein Interview leiten bzw. führen sollte. Da mir im Vorfeld schon bekannt gewesen ist, dass die gesamte Familie die Telenovela sehr gut kennt, konnte ich sofort mit meiner Forschungsfrage beginnen.



  1. Michaela, 10 Jahre, 4 Klasse Volksschule

Michaela ist ein begeisterter Zuseher der Telenovela „Anna und die Liebe“. Beim Interview erwies sie sich als sehr schüchtern und zurückhaltend. Ihre Körperhaltung wies die Merkmale auf, die mit einer Prüfungssituation in der Schule vergleichbar sind. Daher war es sehr schwer einige Antworten von ihr zu bekommen. Deshalb habe ich mich am Anfang gleich auf die Forschungsfrage gelenkt, wo ihre Antwort lautete: Sie würde sich wünschen, dass Anna mit Jannik eine Beziehung führt, da sie besser zusammenpassen und er ihrer Meinung nach nicht so „dumm“ ist wie Jonas. Besonders gut gefällt ihr auch der Charakter von Jannik.

  1. Alexandra, 12 Jahre, 2 Klasse Hauptschule

Alexandra wies die gleichen Merkmale auf, wie ihre Schwester. Sie war ebenfalls sehr schüchtern und sie konnte ihre Nervosität kaum unterdrücken. Um ihr ebenfalls die Situation zu erleichtern und sie nicht lange zu beanspruchen, begann ich hier ebenfalls mit der Forschungsfrage. Ihre Antwort ähnelte der ihrer jüngeren Schwester. Sie verfolgt die Telenovela aus Interesse und ihre Wunschvorstellung bezieht sich darauf, dass sie glaubt, dass Anna und Jonas zusammenkommen werden. Wünschen würde sie sich jedoch, dass Anna mit Jannik eine Beziehung führt, da er ihr besser gefällt.

  1. Andrea, 37 Jahre, Mutter und Hausfrau

Andrea ist im Gegensatz zu ihren Töchtern ein sehr aufgeschlossener und humorvoller Mensch. Beim Interview erwies sie sich als sehr locker und unkompliziert. Sie bezog sich auf andere Telenovelas und stellte die Vermutung auf, dass am Ende Jonas und Anna zusammenkommen werden.

Sie verfolgt die Serie ebenfalls aus Interesse und aus einem Grund, der ihre Aussage auf den Punkt trifft: „Gut aussehende Männer und eine Geschichte, die perfekte Kombination für eine Telenovela. Aufgrund ihrer Lebenserfahrung fällt es ihr nicht leicht sich in Annas Welt zu versetzen, da sie so eine Situation noch nicht erlebt hat.



  1. Sepp, 33 Jahre, Landwirt und Vater

Sepp erwies sich ebenfalls wie seine Töchter, als sehr schüchtern und nervös. Er war der Einzige, der sich aufgrund seiner Lebenserfahrung, in die Gefühlswelt von Anna versetzen konnte. Er befand sich nämlich in einer ähnlichen Situation, wo er um eine Liebe kämpfen musste. Dabei spielte nicht die Schüchternheit die entscheidende Rolle, sondern laut seiner Aussage, war der Zeitpunkt nicht passend. Er war der Meinung, dass Anna versuchen sollte ihre Schüchternheit zu überwinden und ihre Gefühle, die sie für Jonas empfindet, zu gestehen. Denn erst dann, kann sich herausstellen, ob diese Liebe ein „Chance“ hat. Sollte es dazu kommen, dass Anna und Jonas, eine Liebesbeziehung führen sollten, ist seiner Meinung nach, die Situation mit ihrer Schwester, die sich ebenfalls in Jonas verliebt hat, eher weniger zu berücksichtigen. Auch wenn für ihn ein behütetetes Familienleben von großer Bedeutung ist, sollte die Gelegenheit genutzt werden, seine Liebe auszuleben.

Stichwortverzeichnis





A

Anna und die Liebe 4, 6, 7, 8, 14, 19, 25, 26

F

Familie 4, 10, 14, 18, 19, 21, 22, 25, 26



I

Interviews 14, 15, 18, 19, 21, 26

J

John Fiske 4, 9, 10, 11



K

Kinder 15, 17, 19, 21

T

Telenovela 4, 6, 7, 12, 14, 19, 20, 21, 25, 26, 27



W

Wunschvorstellungen 4, 15, 18, 21






1 (Vgl. URL : http://www.monstersandcritics.de/archiv/people.php/Roy_Peter_Link/biographie ).


2 (Vgl. URL: http://www.imdb.com/name/nm0081309/bio ).


3 (Vgl. Konrad Thomas, 1997, S.25ff).


4 (Abbildung: http://www.sat1.at/imperia/md/images/anna/Videos/full_episodes/woche021/folge100_180_110_sat1.jpg ).


5 (Vgl. Fleischmann, Marion: TV-Serien,Soaps,Telenovelas. Zur Bedeutung der Formate im Kinderalltag und in öffentlichen Bibliotheken, 2005, S.22ff, Online im WWW unter URL: http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/publikationen/abschlussarbeiten/ifakabschlussarbeit20060502121423/DA_Fleischmann.pdf, [Stand:04.02.2009]).

6 (Vgl.: Mikos, Lothar / Wegener, 2005, S.193).

7 (Vgl. Mikos, Lothar / Wegener, Claudia, 2005, S.68)

8 (Vgl.: Mikos, Lothar / Wegener, Claudia, 2005, S.254f).

9 (Vgl.: Fleischmann, Marion: TV-Serien,Soaps,Telenovelas. Zur Bedeutung der Formate im Kinderalltag und in öffentlichen Bibliotheken, 2005, S.25ff,Online im WWW unter URL: http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/publikationen/abschlussarbeiten/ifakabschlussarbeit20060502121423/DA_Fleischmann.pdf, http://lexikon.calsky.com/de/txt/w/wa/wahrnehmung.php [Stand:04.02.2009]).

10(Vgl.URL: http://www.lerntippsammlung.de/Wahrnehmung.html. )


11 (Berger, Peter L. / Luckmann, Thomas: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissensoziologie. Fischer 1997, S. 18,Online im WWW unter URL: http://www.mediamanual.at/mediamanual/workshop/-kommunikation/semiotisches_labor/labor_a/modul05.php [Stand 14.02.2009].)

12(Vgl. Wolfgang Schweiger: Theorien der Mediennutzung: Eine Einführung, 2007, S. 319,Online im WWW unter URL: http://books.google.at/books?id=jaNojPTisrQC&pg=PA318&lpg=PA318&dq=Mediennutzung+im+kulturellen+Kontext&source=web&ots=l87U4SsHtf&sig=s2RJfUmFHZvA3hQJk2StHVbTlH8&hl=de&ei=ONaaSY7UIMam-gac3rTzCA&sa=X&oi=book_result&resnum=1&ct=result [Stand: 14.02.2009].)


13(Vgl. Vitouch, Peter / Tinchon, Hans-Jörg:, 1996, S.11)


14 (Vgl. Hobmair, Hermann/Althenthan, Sophia: Pädagogik:Lehr-/fachbuch, 20024, S.273, Online im WWW unter URL: http://books.google.at/books?id=heNFAPjMe7wC&printsec=frontcover#PPA273,M1 .)

15 (Vgl.: Fleischmann, Marion: TV-Serien,Soaps,Telenovelas. Zur Bedeutung der Formate im Kinderalltag und in öffentlichen Bibliotheken,2005, S.30,Online im WWW unter URL: http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/publikationen/abschlussarbeiten/ifakabschlussarbeit20060502121423/DA_Fleischmann.pdf, http://lexikon.calsky.com/de/txt/w/wa/wahrnehmung.php [Stand:04.02.2009].)


16 (Vgl.: Siegfried, Weischenberg: Journalistik : Theorie und Praxis aktueller Medienkommunikation, Band 2, S.270,Online im WWW unter URL: http://books.google.at/books?id=OWvZDPk14QgC&printsec=frontcover&source=gbs_summary_r&cad=0#PPA270,M1 [Stand: 07.02.2009].)


17 (Vgl. Döring Nicola, Bortz Jürgen, 20064,S. 308ff.)

18


19 (Vgl. Döring Nicola, Bortz Jürgen, 20064,S. 308ff.)

20 (Vgl. Bollhöfer, Björn, 2007,S.91).



База данных защищена авторским правом ©shkola.of.by 2016
звярнуцца да адміністрацыі

    Галоўная старонка