16. Sitzung des Standardisierungsausschusses am 17. Juni 2008 Unterlage zu top 6,D,II sachstandsbericht zum Projekt Online-Kommunikation mit Normdateien




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Arbeitsstelle für Standardisierung (AfS)




16. Sitzung des Standardisierungsausschusses am 17. Juni 2008
Unterlage zu TOP 6,D,II


Sachstandsbericht zum Projekt Online-Kommunikation mit Normdateien

Ziel der Online-Kommunikation mit Normdateien ist es, die Arbeit mit den zentralen Normdateien für die Bearbeiter dadurch zu vereinfachen, dass Änderungen an Normdaten in die zentral bei der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) gehaltenen Dateien mit dem eigenen Client „gleichzeitig“ in der Verbunddatenbank und in der zentralen Normdatei erfolgen können. Ferner sollen alle Änderungen an den Normdateien zeitnah in die Normdaten-Spiegel der Verbundsysteme transportiert werden (Replikation).

Das Verfahren wird sich auf die bei der DNB geführten Normdaten erstrecken:


  • PND (Personennamendatei)

  • SWD (Schlagwortnormdatei)

  • GKD (Gemeinsame Körperschaftsdatei)

  • ZDB (Zeitschriftendatenbank)

Als standardisiertes Kommunikationsprotokoll soll Z39.50 SR Extended Services Update genutzt werden. Die Replikation wird über OAI erfolgen, als Austauschformat ist zumindest vorerst MAB2 bzw. MABXML vorgesehen.

Ende April 2005 wurde beschlossen, das Projekt nun unter Beteiligung der Herstellerfirmen Ex Libris, OCLC, Astec, der Verbundsysteme und der DNB neu aufzusetzen, und möglichst schnell einen Test der existierenden Z39.50-SR-Extended-Services-Update-Implementierungen im OCLC- und Aleph-System durchzuführen. Im Vorfeld des Tests wurde klar, dass die existierenden Implementierungen nicht die Anforderungen zur Online-Kommunikation mit Normdateien erfüllen. Es waren Anpassungen erforderlich, die von OCLC im Laufe des Jahres 2006 vorgenommen wurden.

Seit Januar 2007 bietet DNB eine Testumgebung für die PND an, die auch das OAI-Modul für die Datenreplikation umfasst. In dieser Testumgebung fanden im 1. Quartal 2007 die Herstellertests seitens Ex Libris und Astec statt. Das HBZ begann im April 2007 den Anwendertest mit der Herstellung des technischen Testszenarios. Die inhaltlichen Tests erforderten zahlreiche Prüfungen und Festlegungen, sowohl auf Format- als auch auf redaktioneller Ebene, die häufig Setup-Änderungen im Aleph-System des HBZ nach sich zogen und daher in der Realisierung aufwändig waren.

Parallel zum Test beim HBZ wurde die OCLC-Software laufend aufgrund der Ergebnisse nachgebessert, ebenso die Format- und Zeichenkonversionen bei der DNB, sowie eine neue Validation mit formatunabhängigen Fehlermeldungen erstellt.

Der Echtbetrieb der Online-Update-Schnittstelle für die PND in der HBZ-Redaktion begann Anfang September 2007. Damit war ein wichtiger Meilenstein erreicht. Für die Aktualisierung überregionaler Normdaten aus dem regionalen Bibliothekssystem heraus wurde erstmalig Z39.50-Update im Echtbetrieb eingesetzt.

Seitdem wurde das Redaktionskonzept für die Ausweitung der Eingabe auf die Verbundbibliotheken konkretisiert. Im Oktober 2007 fand eine Besprechung mit den OCLC-Systeme einsetzenden Verbünden statt, um speziell für diesen Kreis die Teilnahme am gestuften Redaktionsverfahren zu planen. Dabei wurden auch technische Möglichkeiten einer komfortablen Dateneingabe und die Nutzung der OAI-Schnitttstelle besprochen.

Für das neue Redaktionskonzept waren Datenformatänderungen (z.B. Katalogisierungslevel, Einführung von ISILs) erforderlich, denen aufwändige und langwierige Abstimmungsprozesse vorangingen. Ebenso waren Anpassungen der Systemkonfiguration und bei der Deutschen Nationalbibliothek auch eine retrospektive Besetzung und Veränderung von Datenelementen notwendig. Die Änderungen für Datenformat und Geschäftsgang sind für die PND seit Anfang April 2008 bei allen Partnern gültig. Seitdem werden aus der Zugangskennung des jeweiligen PND-Bearbeiters das Katalogisierungslevel des Datensatzes sowie die ISILs für die Ursprungsbibliothek und den Verbund abgeleitet.

Im Mai 2008 wird als erster Aleph-Verbund der HBZ-Verbund die Eingabe über die Online-Update-Schnittstelle auf die Verbundbibliotheken ausweiten, der BVB und der OVB werden damit voraussichtlich Ende Mai beginnen. Dem wird jeweils die Übernahme einer Grundlieferung der PND vorausgehen.



Seit dem 7. April 2008 kann das OAI-Verfahren für die PND produktiv genutzt werden. Intensiv getestet wird es zurzeit von HeBIS und dem Verbund der Kunstbibliotheken.



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